Das Ehrenamts-Shuttle wird rege genutzt. Foto: Carsten Knöller

Die Förderung für das Ehrenamts-Shuttle läuft aus – kann das Angebot aufrecht erhalten werden?

Im Rahmen des Förderprogramms „Starke ländliche Räume Baden-Württemberg“ wurde der Betrieb des sogenannten Ehrenamts-Shuttles oder auch Vereinsauto in der Gemeinde Oberreichenbach in den vergangenen drei Jahren mit insgesamt 20 000 Euro durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Das Projekt startete im Jahr 2022 mit dem Ziel, die ehrenamtliche Arbeit in Vereinen und Initiativen zu unterstützen, insbesondere durch eine flexible Mobilitätslösung für Vereinsmitglieder, Ehrenamtliche und soziale Zwecke.

 

7200 Euro pro Jahr

Die jährlichen Gesamtkosten betrugen 7200 Euro. Bürgermeister Johannes Schaible betonte, dass die Förderung Ende November ausläuft. „Nach Rücksprache mit dem Fördermittelgeber wurde uns dargelegt, dass eine Anschlussförderung leider nicht möglich ist“, erläuterte der Rathauschef. Eine erneute Bezuschussung sei ausgeschlossen.

Rege Nutzung

Die Anzahl der Buchungen und der gefahrenen Kilometer zeige aber, dass das Automobil rege genutzt wird, berichtete Schaible. Hauptsächlich wird das E-Mobil für Fahrten zu Vereinsveranstaltungen, Spieltagen, Proben und Wettbewerben genutzt. Ebenso dient es als Transportfahrzeug für Material und Ausrüstung der Vereine. Das Angebot trägt auch auch zur Stärkung des Ehrenamts bei und unterstützt die Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum mit der nachhaltigen Nutzung von Fahrzeugressourcen.

Das sagen die Räte

Für das Ratsgremium war in einem einstimmigen Votum klar, die jährlichen Kosten von 7200 Euro für die nächsten drei Jahre bis 2028 (Gesamt 21 600 Euro) in den kommenden Haushaltsplänen zu berücksichtigen. Verena Greger von den Freien Wählern merkte an, dass dies ein tolles Angebot sei. Allerdings müsse gewährleistet sein, das Fahrzeug nicht zweckzuentfremden. „Wenn wir die Möglichkeiten haben, sollten wir diesen Dienst weiter fortführen“, fügte Marcel Erlenmaier von der Bürgerliste an. Melanie Hammann, ebenfalls von der Bürgerliste, sprach von einem „einmaligen Projekt“.

Der Bürgermeister wertete dies als ein „sehr gutes Signal für unsere Ehrenamtlichen“.