21. Mai 2016: Villingen um Nedzad Plavci, Stjepan Geng und Torwart Daniel Miletic (von links) steigt in Freiberg aus der Oberliga ab. Foto: Marc Eich

21. Mai 2016, Wasenstadion: Villingen kann mit einem Sieg in Freiberg – Gastgeber des FC 08 am Samstag (14 Uhr, wir streamen live) – den Klassenerhalt aus eigener Kraft in der Oberliga eintüten. Auch der SGV Freiberg braucht drei Punkte, um seine schlechteren Chancen auf den Ligaverbleib zu wahren.

Nedzad Plavci und Damian Kaminski sorgen mit ihren Treffern nach einem schnellen 0:2-Rückstand für den Ausgleich, doch mit zehn Mann – 08-Defensivspieler Gian-Luca Reho war nach 55 Minuten mit Rot unter die Dusche geschickt worden – verlieren die Schwarzwälder nicht nur mit 2:5, sondern müssen auch in südbadische Verbandsliga.

 

Aber auch bei den Wasenkickern herrscht Tristesse. Der Dreier reicht nicht, es geht in der WFV-Verbandsliga weiter. Meister wird übrigens der jetzige Zweitligist SSV Ulm.

Das gemeinsame Schicksal

Doch schnell meldet sich der Sport- und Gesangsverein zurück. Als Meister gelingt die sofortige Rückkehr ins BW-Oberhaus. Dann war es ein heutiger 08-Stürmer, der Anfang Juni 2022 das Kopf-an-Kopf-Rennen im Kampf um Oberliga-Platz 1 – damit dem Direktaufstieg in die Regionalliga Südwest – gegen die Stuttgarter Kickers mit seinem 2:1-Treffer beim FC Nöttingen in der Nachspielzeit für sich entschied.

Marcel Sökler wird also immer einen Platz in der Freiberger Vereinschronik haben.

Der Aufbruch

Nun haben sich die Freiberger in der Regionalliga etabliert. Coach Roland Seitz führte die Freiberger in der Winterpause auf den guten fünften Rang, dann wechselte er zum ambitionierten FC Homburg. Co-Trainer Kushtrim Lushtaku übernahm. Unter ihm verbesserte sich der SGV bis auf den dritten Rang, darf drei Spieltage vor dem Saisonende noch vom zweiten Platz träumen. Freiberg hat 42 (!) Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Villingen.

Nur Meister Hoffenheim II hat eine etwas bessere Rückrunde bisher hingelegt. Daran hat auch Neuzugang Dion Berisha vom Drittligisten Rot-Weiß Essen seinen Anteil. Die besten Torjäger sind Hilal El-Helwe (12) und Gal Grobelnik (9). Diese konnten aber am Dienstagabend das bittere Halbfinal-Aus beim 0:3 in Balingen nicht verhindern.