Der erfahrene Torwart Matthias Müller wechselt als Spielertrainer von der SG Empfingen in die Kreisliga B. Er erzählt, wie es zu der Entscheidung kam und was er vor hat.
Für Matthias Müller geht es zurück zu seinem Heimatverein. Der 36-jährige Talheimer hat sich für die kommende Saison dazu entschlossen, die SG Empfingen zu verlassen und zum B-Ligisten SG Talheim als Spielertrainer zu wechseln. Hauptgrund für ihn vor allem der zeitliche Faktor.
„Beruflich und durch unsere zwei kleinen Kinder kann ich nicht so oft trainieren, wie ich es in Empfingen müsste. Ich hatte zwar auch Anfragen aus der Landesliga, aber das wäre nicht möglich gewesen“, erklärt Müller seinen Entscheidungsprozess. Wichtig ist ihm zudem, nicht nur Teil eines Teams zu sein, sondern auch selbst noch im Tor stehen zu können.
In Talheim wird er mit Artur Vincze als Spielertrainerduo das Team leiten. Als Torwart eine eher ungewöhnliche Position. Allerdings meint Müller: „Das finde ich gar nicht, denn im Tor kann man das Spiel sehr gut lesen. Außerdem haben wir mit Artur noch jemanden im Zentrum, der das Spiel leiten kann.“
Optimale Lösung
Als Einstieg in das Traineramt sieht der erfahrene Landesligaspieler die Lösung mit zwei Verantwortlichen als optimal. „Die ganze Last am Anfang alleine zu tragen, wäre wahrscheinlich zu viel. So kann ich mir ein Bild machen“, hofft Müller.
Welche Ziele der Verein mit den beiden Trainern anstrebt, darüber habe man noch nicht konkret gesprochen, aber der 36-Jährige, der bei den Aktiven bisher beim VfL Nagold, dem SV Zimmern und der SG Empfingen spielte, würde mit den Talheimern gerne im vorderen Bereich mitspielen. „Welches Potenzial in der Mannschaft steckt und was am Ende realistisch ist, das kann ich natürlich jetzt noch nicht genau sagen.“
Nun soll erst noch der erfolgreiche Abschied in Empfingen anstehen, wo Müller „sehr glücklich ist“. Mit dem Landesligisten ist sogar noch der Aufstieg in die Verbandsliga möglich. Seine ganze Erfahrung aus fast 20 Jahren Landes- und Verbandsliga will er danach nutzen, um seinen Talheimern ein guter Coach zu sein.