Die SG Sonnenhof Großaspach steht im Finale des WFV-Pokals und ist Tabellenführer der Regionalliga. Coach Pascal Reinhardt, zuvor beim FC Holzhausen, spricht über die „heiße Phase“.
Pascal Reinhardt befindet sich in seiner dritten Saison bei der SG Sonnenhof Großaspach. Wie schon in den beiden Vorjahren ist der Saisonendspurt hochspannend. 2024 verpasste man den Aufstieg und verlor das Pokalfinale, 2025 hingegen sicherte man sich das Double. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, in welche Richtung das Pendel heuer ausschlägt.
„Es ist auf jeden Fall nie langweilig. Das erste Jahr hat mich und die Mannschaft geprägt. Die letzte Saison war dann unfassbar, wir haben sehr viel Freude erlebt. Es ist ein tolles Gefühl am Ende Titel zu gewinnen. Und wir wollen mehr“, bekennt Reinhardt im Gespräch mit unserer Redaktion.
Erneut im Finale
Am Dienstagabend zog man mit einem 3:0-Erfolg bei der TSG Backnang zum dritten Mal in Folge ins Finale des WFV-Pokals ein. Das Reinhardt-Team musste über 120 Minuten gehen. Er spricht „von einem harten Stück Arbeit“, aber auch „einem verdienten Sieg“ im Derby. Der Finalgegner wird am 29. April beim Aufeinandertreffen zwischen dem FC Holzhausen und den Stuttgarter Kickers ermittelt.
Reinhardt sagt: „Ich würde es Holzhausen natürlich gönnen. Beides wäre eine sehr spannende Konstellation. Gegen die Kickers in deren Stadion wären sicher viele Zuschauer da.“ Der 33-Jährige wird das Semifinale aber vermutlich nicht live verfolgen können, da er sich im Rahmen der A-Lizenz-Ausbildung am DFB-Campus in Frankfurt befindet.
Topspiel gegen Freiberg
Und auch in der Liga ist für sein Team noch alles möglich. Die SGS – wohlgemerkt als Aufsteiger in die Saison gestartet – führt die Tabelle punktgleich mit dem SGV Freiberg an. Kommenden Mittwoch steigt das direkte Duell der beiden Titelanwärter. „Jedes der verbleibenden Spiele ist gleich wichtig. Es geht immer ums Gewinnen. Freiberg ist eine sehr stabile Mannschaft. Wir gehen ohne Druck in den Endspurt und schauen, wofür es am Ende reicht“, so Reinhardt.
Beim selbst ernannten Dorfclub herrscht eine gesunde Mischung aus Realismus und Selbstvertrauen. Reinhardt meint: „Wir sind sehr glücklich in dieser Situation zu sein. Hätte das uns jemand vor der Saison gesagt, hätten wir das sofort unterschrieben. Wir kennen aber sehrwohl unsere Qualität.“
Die Planungen laufen
Drittligafußball wird in Großaspach seit der vergangenen Saison schon gespielt – der von Nico Willig trainierte VfB Stuttgart II bestreitet dort seine Heimspiele. In der kommenden Saison könnte auch die SGS in dieser Liga spielen. Was würde ein Aufstieg mit sich bringen? „Der Gedanke daran weckt natürlich etwas in einem. Ich beschäftige mich aber noch wenig damit. Im Hintergrund laufen die Planungen für den ’Best Case’, da habe ich aber wenig damit zu tun. Wir tun hingegen alles, um weitere Siege einzufahren“, erklärt Reinhardt. Den nächsten soll es am Samstag bei Bayern Alzenau geben.