Patrick Sandelmann hat mit vier Jahren mit dem Handball in Freudenstadt begonnen. Foto: Klisch

Patrick Sandelmann ist in der aktuellen Handballsaison in einer starken Form. Wichtiger als die erneute Torschützenkrone wären dem Außenspieler aber andere Ziele.

Bereits in der vergangenen Saison war Patrick Sandelmann Torschützenkönig der Oberliga mit 226 Treffern. Nach der Reform der Ligen und dem Neustart für die SG Freudenstadt/Baiersbronn in der Verbandsliga führt der 20-Jährige nach sieben Spielen mit 76 Toren bereits wieder die Liste an.

 

Patrick Sandelmann, der über rechts Außen kommt, entstammt einer Handballer Familie. „Mein Papa, Opa, meine Mama und Schwester haben Handball gespielt.“ Auch sein Zwillingsbruder Lars ist im Team der SG aktiv. Mit vier Jahren startete der gebürtige Freudenstädter deshalb mit dem Handball und das auch sehr erfolgreich.

In der Jugend im Badischen

Beide Sandelmann Brüder waren in der Bezirksauswahl und in der Jugend spielten sie drei Jahre höherklassig im Badischen – allerdings immer mit Zweitspielrecht. Und so waren sie der SG Freudenstadt/Baiersbronn immer treu, wo sie auch ihre Karriere bei den Aktiven starteten.

Hier ist der Außenspieler, der eine Ausbildung zum Mechatroniker macht, inzwischen nicht mehr wegzudenken und sorgt für ordentlich Gefahr vor dem Tor. „Aktuell kann ich mich nicht beklagen“, sagt er bescheiden. „Dass es aber so gut läuft, liegt an der ganzen Mannschaft. Wir spielen einen guten Handball und ich bekomme viele Bälle“, hat Patrick Sandelmann viel Lob für sein Team übrig.

Dieses steht aktuell auf Platz fünf in der Verbandsligatabelle. Durch die Reform der Handballligen spielt die SG in dieser Saison gegen Teams, die ihnen gänzlich unbekannt sind. Während es zuvor gegen Gegner aus dem Südbadischen Raum ging, warten nun Mannschaften wie der SV Fellbach oder die Spvgg Mössingen.

Auf einem guten Weg

„Wir haben uns bisher gut eingefunden. Wir dachten, es wird schwerer, aber vor allem daheim sind wir auf einem guten Weg“, analysiert der Freudenstädter den bisherigen Verlauf der Saison. Die SG Freudenstadt/Baiersbronn würde dabei vor allem der Zusammenhalt ausmachen, erklärt der 20-Jährige. Dass der Kader diese Saison eng ist, habe die Mannschaft sogar noch enger zusammenwachsen lassen. „Zuletzt waren wir nur zehn Mann.“ Zwar hatte die SG bei den TSF Ditzingen unentschieden gespielt, doch am Ende wäre mehr drin gewesen.

In der kommenden Partie kommt mit der HSG Rottweil eine Mannschaft in die Baiersbronner Murgtalhalle, die einen Platz vor der SG steht. „Wir sind sehr heimstark, alle haben Bock zu gewinnen. Deshalb sehe ich gute Chancen auf einen Sieg“, schätzt Sandelmann. Tatsächlich hat die SG bisher alle Heimspiele der Saison gewonnen. „Personell sieht es am Wochenende auch etwas besser aus.“

Weiter zusammenwachsen

Als Ziel für die Restsaison hofft Patrick Sandelmann, dass die SG Freudenstadt/Baiersbronn weiterhin oben dran bleiben kann. Wenn es mit der Torjägerkrone wieder klappen würde, wäre es „cool“, aber dem 20-Jährigen, der seine Stärken vor allem in der Wurfstärke und -genauigkeit sieht, sind die mannschaftlichen Ziele wichtiger. „Es wäre toll, wenn wir als Team noch weiter zusammenwachsen.“