Nach der Reform in den Handballligen herrscht bei der SG Freudenstadt/Baiersbronn eine Zeit der Ungewissheit.
Hinter den Handballern der SG Freudenstadt/Baiersbronn liegt eine schwierige Saison, in der sie in der Oberliga Südbaden gegen die Abstieg kämpften. Nun ist in der anstehenden Spielzeit alles neu – Gegner, Spielorte, Liga. Denn nach der Reform der Handballligen spielt das Team aus dem Schwarzwald künftig nicht mehr im Badischen, sondern in Württemberg.
Als Drittletzter hätten sie den Verbleib in der Oberliga Südbaden geschafft und mussten „viel kämpfen“, wie Drazen Dropuljic sagt, der gemeinsam mit seinem Vater Mario und seinem Bruder Bruno für das Team verantwortlich ist. Doch mit der Strukturreform ist das künftige zu Hause des Teams aus Freudenstadt und Baiersbronn die Verbandsliga Staffel 2. „Wir können gar nicht sagen, was auf uns zukommt. Wir kennen die Teams nicht, wissen nicht, wer stark ist und wie wir uns vorbereiten können“, so der Freudenstädter.
Auch handballerisch wartet ein neuer Stil auf die Mannschaft. „Im Badischen steht eher Kraft und Ausdauer im Fokus. In Württemberg dagegen die schöneren Aktionen.“ Somit geht es bei null. Allerdings wissen die Gegner auch nicht, wie sie das Team aus dem Schwarzwald einschätzen müssen. Zumindest ein kleiner Vorteil.
„Somit ist der Kader echt mau“
Gleichzeitig hat das Trainerteam die Aufgabe, etliche junge Spieler zu integrieren. „Wir hatten fünf Abgänge von Stammspielern. Das tut uns natürlich weh. Somit ist der Kader echt mau“, kennt Dropuljic die schwere Ausgangslage nur zu genau. An weiteren Spielern sei man dran gewesen. „Schwierig, da wir nichts zahlen können“, fasst er zusammen. Somit wird die SG eine ganz junge Mannschaft ins Rennen schicken. „Einer der ältesten Spieler ist 26 Jahre. Da sagt schon alles“, sagt Dropuljic, der sich aber davon nicht aus der Ruhe bringen lässt.
Ob er selbst spielen kann, steht zudem in den Sternen. „Ich habe mich im letzten Sommer in einem Vorbereitungsspiel an der Schulter verletzt und kämpfe noch immer damit“, sagt der Freudenstädter. Ein schwerwiegender Ausfall – bereits zum großen Teil der vergangenen Saison – denn 2023/24 war er mit 193 Treffern in 22 Spielen noch Torschützenkönig.
Gestartet hat die SG bereits mit der Vorbereitung. Saisonstart wird Ende September sein.