Hannes Benzing und die SG Freudenstadt/Baiersbronn überzeugen durch Heimstärke. Foto: Klisch

Die SG Freudenstadt/Baiersbronn will in der Verbandsliga den erneuten Abstieg verhindern. In einer neuen Rolle finden sich dabei Spieler wie Hannes Benzing wieder.

Mit 26 Jahren gehört Hannes Benzing bereits zum alten Schlag bei den Verbandsligahandballern der SG Freudenstadt/Baiersbronn. „Ich bin der Drittälteste im Team“, sagt der Loßburger. Alle anderen in der Mannschaft sind besonders seit einem Umbruch im Sommer deutlich jünger.

 

Trotzdem sieht der Kreisläufer die Mannschaft als eingeschworene Truppe. „Unsere Stärke ist der Zusammenhalt. Jeder motiviert den anderen und wir bauen uns gegenseitig auf“, lobt Benzing den Teamgeist.

Gleichzeitig sei das junge Alter der Mannschaft aber auch die größte Schwäche. „Die fehlende Erfahrung haben wir in dieser Saison immer mal wieder gespürt, wenn wir in der Crunchtime die Spiele verloren haben. Dann waren wir zu hektisch, haben zu viele Fehler gemacht. Ich finde mich in den jungen Spielern aber selbst wieder. Sie machen ziemlich viele Fehler, die ich auch gemacht habe“, weiß der 26-Jährige, der inzwischen als Führungsspieler voran gehen muss, zuletzt aber selbst kaum trainieren konnte. Denn inzwischen wohnt der Loßburger in Stuttgart. Zuvor war er bereits für sein Studium meistens nur für das Freitagstraining und die Spiele am Wochenende in der Heimat. „Das ist aber immer auch ein guter Anlass, nach Hause zur Familie zu kommen.“

Näher zu den Auswärtsspielen

Für Benzing, der seinem Heimatverein weiter die Treue halten will, ist es von Vorteil, dass die SG Freudenstadt/Baiersbronn seit dieser Saison und der Ligareform nicht mehr im badischen spielt, sondern viel auch im Raum Stuttgart. „So habe ich es zu den Auswärtsspielen oft näher als zu den Heimspielen“, so der 26-Jährige, der auch froh ist, dass die Mannschaft bei Auswärtspartien inzwischen nicht mehr mit dem „Badnerlied“ begrüßt wird.

Dafür sei der württembergische Handball körperbetonter. Ein Thema, das die SG aber immer wieder beschäftigt, ist das Harzverbot in Freudenstadt und Baiersbronn. Denn die SG ist in der Verbandsliga das einzige Team, das daheim kein Harz verwenden darf. Für alle anderen Mannschaften zwar auch eine Umstellung, wenn sie in den Schwarzwald kommen, „aber die können davor ja dementsprechend trainieren“. Trotzdem ist die SG besonders durch ihre Heimstärke bekannt. Von acht Heimpartien hat die SG bislang fünf gewonnen, eins davon endete remis.

Zuversichtlich

Zwar steht das Team aus dem Schwarzwald aktuell auf Rang elf und damit nah an der gefährlichen Zone, allerdings ist Benzing zuversichtlich, dass man den Abstand halten wird können und damit auch in der kommenden Saison in der Verbandsliga aktiv sein wird. „Wenn wir als Team zusammenbleiben, dann wird es eher nach oben gehen. Die Mannschaft hat Potenzial.“

Auch was die Breite des Kaders angeht, wird sich die Lage wieder etwas entspannen für die Restsaison. „Wir haben zwei bis drei Verletzte, die jetzt wieder da sind. Außerdem ist einer kehrt einer von seinem Auslandssemester zurück. Also die Lage verbessert sich eher“, ist Bezing, der bereits mit vier Jahren in Freudenstadt mit dem Handball anfing, positiv.

Tabellenachter kommt

Für die kommende Partie am Samstag (20 Uhr) haben Hannes Benzing, dessen Bruder Jakob auch noch ab und zu aushilft, und die Schwarzwald-SG die Chance, in der Freudenstädter David-Fahrner-Halle wieder ein starkes Heimspiel zu zeigen. Gegner ist die HSG Böblingen/Sindelfingen, die auf Rang acht steht.