Trainer Ümit Dagistan hadert vor allem mit dem Defensivverhalten seiner SG Felldorf/Bierlingen. Foto: Eibner-Pressefoto

Als zweitschlechteste Rückrundenmannschaft empfängt die SG Felldorf/Bierlingen den SV Gültlingen. Trainer Ümit Dagistan sieht Schwächen vor allem in der Defensive.

Am 10. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Nordschwarzwald nahm der SV Gültlingen die Tabellenführung ein. Danach ging es für den SVG rapide bergab, doch schnell stabilisierte er sich ranglistenmäßig wieder und bewegt sich nunmehr seit dem 15. Spieltag zwischen dem vierten und augenblicklich siebten Tabellenplatz. „Wir haben immer gesagt, dass wir so schnell wie möglich 42 Punkte für den Klassenerhalt brauchen, alles andere ist Zugabe“, war für der Gültlinger Spielleiter Gunter Deuble stets Understatement angesagt. Am Sonntag bekommt es der Siebtplatzierte mit der zweitschlechtesten Rückrundenmannschaft zu tun, de SG Felldorf/Bierlingen.

 

Die SG Felldorf/Bierlingen befindet sich mit fünf Punkten Rückstand auf den Duellanten auf dem vermutlichen Abstiegsrelegationsplatz. „Das wird ein schwieriges Spiel für uns werden, erst recht drei Tage nach dem Bezirkspokalfinale gegen die SF Gechingen. Gegen die SG Felldorf/Bierlingen haben wir uns in der Vergangenheit immer schwer getan. Das ist eine robuste und zweikampfharte Mannschaft mit großen Jungs. Wenn bei uns aber zumindest halbwegs alle Spieler an Bord sind, dann sollten wir die spielerisch bessere Mannschaft sein“, geht Deuble auf den Gegner ein. Jürgen Schechinger und Marcus Pflieger sind angeschlagen, werden aber trotzdem spielen. Ob sie aber 100 Prozent leisten können, muss geschaut werden“, sagt Deuble.

Lob für den SV Gültlingen

„Der SV Gültlingen wird sich komplett reinhauen und nichts herschenken“, meint der SG-Co-Trainer Lukas Baur und SG-Trainer Ümit Dagistan schiebt die Favoritenrolle den Gültlingern zu. „Das ist ein spielerisch starkes und defensiv kompakt stehendes Team, das wird nicht einfach für uns werden, aber letzten Endes wird die Tagesform entscheiden“, so Dagistan. „Mannschaftliche Geschlossenheit zeichnet uns aus. Egal wie es steht, wir arbeiten immer weiter. Die Chancenverwertung ist für unsere Verhältnisse sehr schlecht, zudem verteidigen wir manchmal nicht konsequent und leisten uns hinten zu viele Fehler“, benennt Dagistan Stärken und Schwächen seiner Elf. „Wir haben nie gnadenlos hoch verloren und wenn dann durch Fehler und Spielpech. Hoffnung gibt mir zudem der 3:2-Vorwochensieg gegen den SV Baiersbronn nach 0:2-Rückstand. Zudem rückt die Mannschaft wieder enger zusammen und es kommen mehr Spieler ins Training“, erörtert Baur, dessen Team auf zwei Urlaubsrückkehrer zurückgreifen kann , so dass nur noch die Langzeitverletzten genauso wie beim Gegner SV Gültlingen fehlen, bei dem sich allerdings vor Wochenfrist Philipp Schweizer einen Muskelfaserriss zuzog.“

Matchball für den VfR Sulz

Zudem kann am Sonntag gegen kurz vor 17 Uhr eventuell schon der Bezirksliga-Meister feststehen. Holt der Primus VfR Sulz beim Gastspiel in Wittendorf mindestens einen Punkt mehr als der Pokalfinalist SF Gechingen gegen die seit vier Begegnungen ungeschlagenen VfL Nagold II, dann wären die Rasensportler, die momentan das um zwei Treffer bessere Torverhältnis als der schärfste Verfolger haben, schon drei Spieltage vor Schluss der Champion.

Der TSV Möttlingen ist definitiv abgestiegen, den TSF Dornhan hilft nur noch ein Wunder, doch um die vermeintlich zwei weiteren direkten Abstiegsplätze wird es ein Hauen und Stechen zwischen neun Teams geben. Die besten Aussichten in dieser Hinsicht hat der Tabellensechste SV Baiersbronn, der es mit dem momentan ebenfalls über dem Strich stehenden SV Althengstett zu tun bekommt.

Seit sieben Spielen wartet die SG Oberreichenbach/Würzbach auf einen Erfolg, von daher kommen die TSF Dornhan als nächster Kontrahent wie gerufen. Diese Begegnung wird am Sonntag erst um 17 Uhr angepfiffen.

1. FC Altburg hat Hoffnung

Für die SGM Dornstetten spitzt sich die Lage zu, so dass gegen Grün-Weiß Ottenbronn unbedingt ein Sieg her muss. Dieser würde auch der SG Ahldorf/Mühlen/Dettensee gut zu Gesicht stehen, doch der Drittplatzierte 1. FC Altburg, der sich angesichts von vier Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten SF Gechingen berechtigte Hoffnung auf die Aufstiegsrelegation machen kann, ist ein harter Brocken. Auch der Fünftplatzierte SV Eutingen kann noch im Kampf um Platz zwei ein gewichtiges Wörtchen mitspielen und sollte sich kaum vom Schlusslicht TSV Möttlingen bei diesem Vorhaben stoppen lassen.