Dass die SG Felldorf-Bierlingen den Verbleib in der Bezirksliga wieder so geschmeidig schaffen wird, damit rechnet der Trainer für die neue Saison nicht.
Nachdem die SG Felldorf-Bierlingen 2023/24 den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga gepackt hatte, stand für den Aufsteiger eine schwere Saison mit verstärktem Abstieg in der neu formierten Bezirksliga Nordschwarzwald an. Diese Aufgabe wurde allerdings mit Bravour gemeistert und Felldorf-Bierlingen stand am Ende der Spielzeit 2024/25 sogar auf dem vierten Platz.
Dass es in der neuen Runde allerdings wieder so reibungslos laufen wird, damit rechnet Trainer Ümit Dagistan ehrlicherweise aber nicht. „Dadurch, dass die Bezirksliga noch stärker ist und wir drei Stammspieler haben, die künftig fehlen werden, ist die Priorität der Klassenerhalt“, sagt Dagistan. Hinzu komme noch, dass sich bei zwei Absteigern (aus dem Bezirk) aus der Landesliga der Abstiegskampf noch weiter verstärken würde. „Wir dürfen uns nicht blenden lassen, von unserem guten Abschneiden in der letzten Saison.“
Zu den Langzeitverletzten gehören beide Trainer. Lukas Baur hat sich das Kreuzband gerissen und wird wohl die komplette Saison fehlen. Dagistan selbst hatte sich in der Rückrunde bei einem Spiel die Achillessehne gerissen. Vor dem kommenden Jahr wird der Trainer wohl auch nicht mehr auf dem Platz stehen und denkt sogar über ein Ende seiner Spielerkarriere nach. „Die Frage ist, ob ich noch mal anfange. Ich bin schließlich auch schon 38 Jahre.“
Brüder sind vereint
Wegfallen wird auch Kevin Kiesel. Der Mittelfeldakteur hat sich nach einem Umzug verabschiedet. Neu dazugekommen sind drei Spieler. Finn Kaiser wechselt vom B-Ligisten SV Hailfingen zur SG. Sein Bruder Leon spielt bereits seit mehreren Jahren auf der Außenbahn bei den Starzachern. Aus der Herrenberger A-Jugend kommt Julian Mayer und aus der eigenen A-Jugend schließt sich Luca Noll den Aktiven an.
„Drei neue Spieler sind für unsere Verhältnisse viel, die müssen aber auch erstmal reinkommen. Zwei sind aus der Jugend, der dritte kommt aus der Kreisliga B. Sie müssen sich an das neue Niveau gewöhnen.“ Die drei erfahrenen Stammspieler, die fehlen, könnten wiederum nicht so leicht kompensiert werden. Hier setzt das Trainerteam in der Vorbereitung vor allem auf Kondition. „Wir müssen die Ausfälle im spielerischen Bereich ausgleichen. Also müssen wir mit Laufstärke agieren“, hier sieht der Coach den Vorteil wiederum darin, dass das Team sehr jung ist.
Zum Start gegen Aufsteiger
Getestet hat die SG Felldorf-Bierlingen, die seit rund drei Wochen im Training ist, bereits einmal gegen SGM Altingen/Entringen und bei einem Dorfpokalturnier. Als nächstes steht am Wochenende der Gäupokal beim SV Neustetten an. Danach spielt das Team am 9. August in Bierlingen gegen den TSV Gomaringen und am 12. August ebenfalls dort gegen die SGM Kiebingen/Bühl. Los geht es am 24. August gegen den Aufsteiger SG Oberreichenbach/Würzbach. Kurios: Danach folgen drei weitere Teams aus dem Calwer Raum bevor man am 21. September den VfR Sulz zu Gast hat.