Philipp Wolf stand fünf Jahre bei der SG Empfingen an der Seitenlinie. Nun hört er auf und widmet sich einer neuen Aufgabe. Foto: Andreas Wagner

Vom Jugendbereich zu den Aktiven und wieder zurück. Empfingens Trainer Philipp Wolf zieht Bilanz und freut sich auf die neue Aufgabe, die auf ihn wartet.

Philipp Wolf hat die SG Empfingen in den vergangenen fünf Jahren geprägt. Er hat die Mannschaft vom Abstieg aus der Bezirksliga bewahrt und im Jahr darauf in die Landesliga geführt. Dort erlebte Empfingen mittlerweile drei Spielzeiten. Diese Saison hat die SG auf einem starken siebten Platz abgeschlossen. Nun geht die Zusammenarbeit mit dem 32-Jährigen zu Ende. Der Rangendinger wird ab der kommenden Saison sportlicher Leiter der Jugend der SGM Dunningen/Seedorf.

 

Eine Gelegenheit, um im Gespräch mit unserer Redaktion auf die Jahre zurückzuschauen und einen Ausblick zu geben.

Herr Wolf, fünf Spielzeiten bei der SG Empfingen: Was bleibt besonders in Erinnerung?

Fünf Jahre sind eine lange Zeit als Trainer im Aktivenbereich. Daher gibt es für mich viele besondere Momente. Sportlich hervorheben möchte ich das erfolgreiche Relegationsspiel um den Verbleib in der Bezirksliga in meinem ersten Jahr. Außerdem war für mich der erste Sieg in der Landesliga etwas Besonderes.

Welche Höhen und Tiefen haben Sie mit der Mannschaft in diesen Jahren erlebt?

Wir haben gemeinsam einiges erlebt. Hier fällt mir sofort neben dem Relegationsspiel auch der Klassenerhalt in der Landesliga am letzten Spieltag in der Saison 2021/2022 ein.

Welches war aus sportlicher Sicht der größte Moment in dieser Zeit?

Für mich war das der Klassenerhalt in der Landesliga. Es ist nämlich deutlich schwerer als Aufsteiger in der Landesliga die Liga zu halten, als Meister in der Bezirksliga zu werden. In der Regel steigen bekanntlich die Aufsteiger aus dem Nördlichen Schwarzwald gleich wieder ab (siehe Wittendorf und Ergenzingen). Somit ist für mich dieser Erfolg höher anzurechnen, als eine Meisterschaft in der Bezirksliga. Ich habe immer zu meinen Spielern gesagt, dass man sich erst Landesligaspieler beziehungsweise -trainer nennen darf, wenn man auch die Klasse gehalten hat. Das haben wir geschafft.

Was waren besondere Herausforderungen?

Da es meine erste Station im Herrenbereich war, gab es unzählige Herausforderungen auf und neben dem Platz. Ich möchte keine von diesen missen, da diese mich als Person und als Trainer sehr weiterentwickelt haben.

Können Sie sich vorstellen, später wieder ein höherklassiges Team zu trainieren? Wenn ja, wie hoch?

Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Das ist sogar eines meiner persönlichen Ziele als Trainer. Ich möchte einmal höher trainieren, als ich selbst als Spieler gespielt habe. Somit wäre mindestens die Verbandsliga mein Ziel. Dank meiner Station in Empfingen bin ich heute davon überzeugt, dass ich dieses Ziel eines Tages erreichen werde. Dafür bin ich sehr dankbar.

Wie fällt Ihre Bilanz zur Saison 2022/23 aus?

Wenn man zu mir nach dem Umbruch im Sommer gesagt hätte, dass wir frühzeitig die Klasse halten und am Ende Siebter in der Tabelle sind, hätte ich das sofort unterschrieben. Schade ist nur, dass wir am letzten Spieltag nicht den Sprung auf Platz fünf geschafft haben. Das wäre natürlich der perfekte Abschluss gewesen.

Was wünschen Sie der SG Empfingen und ihrem neuen Trainer Alexander Eberhart für die Zukunft?

Ich wünsche meinem Team nur das Beste und ich habe ihnen am Rundenabschluss gesagt, dass ich ab dem 1. Juli ein Fan von ihnen sein werde. Alex kenne ich schon seit mehr als 15 Jahren. Als noch A-Jugendlicher habe ich bereits unter ihm in der Landesliga beim SV Rangendingen gespielt. Ich wünsche ihm natürlich viel Erfolg und dass am Ende der Saison eine Top fünf Platzierung herausspringt.

Was erwarten Sie sich von der neuen Aufgabe im Jugendbereich bei der SGM Dunningen/Seedorf?

Die Jugend liegt mir einfach am Herzen. Daher möchte ich meine langjährige Erfahrungen im Jugendbereich einbringen und weitergeben.

Welche Ziele haben Sie für Ihr neues Amt?

Ich möchte durch meine Arbeit einen Mehrwert für die Jugendspieler, Trainer und den Verein schaffen.

Trainerstationen

2016/2017:
TSG Balingen U14

2017/2018:
TSG Balingen U15

2018 – 2023: SG Empfingen

Seit 2018: DFB Stützpunkt Balingen-Frommern