Die SG Empfingen will an den letzten fünf Spieltagen unbedingt den Relegationsplatz verteidigen. Foto: Fritsch

Die SG Empfingen blickt nach dem 0:1-Dämpfer gegen Nehren nach vorne. Im Saison-Schlussspurt gilt es, den Relegationsplatz gegen den Verfolger aus Zimmern zu verteidigen.

Dass die Meisterschaft in der Landesliga spätesten seit diesem Wochenende wohl beschlossene Sache ist, scheint ein offenes Geheimnis zu sein. Die SG Empfingen verliert ihr Heimspiel gegen den SV Nehren unglücklich mit 0:1, die TSG Balingen II erledigte indes ihre Hausaufgaben beim VfL Mühlheim mit 3:1. Somit hat die U23-Auswahl des Regionalligisten nun sieben Punkte mehr auf dem Konto als der Verfolger aus Empfingen – und das bei einem absolvierten Spiel weniger.

 

„Maß aller Dinge“

Mit dieser Realität hat sich der Tabellenzweite jedoch schon seit geraumer Zeit abgefunden, wie SGE-Cheftrainer Alexander Eberhart durchblicken lässt: „Wir sind ja keine Traumtänzer. Uns ist klar, dass Balingen das Maß aller Dinge ist.“ Deutliche Worte, die jedoch beim Blick auf die Tabelle durchaus bestätigt werden. Die TSG verlor bis dato erst zwei Spiele und stellt sowohl die beste Offensive als auch die beste Defensive der Liga. Für die Empfinger kann es also bereits als beachtlicher Erfolg bezeichnet werden, das restliche Landesliga-Feld anzuführen.

Rang 2 also nach 27 Spieltagen – wenn es nach Eberhart geht, soll das bis zum Saisonende auch so bleiben. „Es ist unser klares Ziel, diesen zweiten Platz zu verteidigen“, so der scheidende Übungsleiter der SGE. Über die Relegation hätte man dann trotzdem noch die Chance auf den Aufstieg. Das Problem: „Wir machen es halt jetzt mal wieder spannend“, so Eberhart mit Blick auf die Tabelle. Einen Zähler beträgt der Vorsprung auf den SV Zimmern o.R., der in der vergangenen Woche mit 3:0 gegen den VfB Bösingen gewann. Seit dem 1:1-Remis im direkten Duell am 21. März gewann der Tabellendritte vier seiner sechs Partien, befindet sich also in ordentlicher Form.

Blick auf das Restprogramm

Da der Vorsprung der beiden Balingen-Verfolger auf den Vierten, den SV Nehren, mit sieben bzw. acht Zählern beachtlich ist, deutet alles auf einen Zweikampf um den Relegationsplatz hin. Stellt sich also die Frage: Wer hat die besseren Karten? Auf dem Papier ist das eindeutig die SGE, die in der Pole Position steht und außerdem das deutlich bessere Torverhältnis vorzuweisen hat. Beide Teams haben noch fünf Spiele vor der Brust und beide treffen noch auf die TSG Balingen II, den TSV Harthausen/Scher und den FC 07 Albstadt.

Die Empfinger bekommen es außerdem mit dem BSV Schwenningen (Samstag, 15.30 Uhr) sowie dem VfB Bösingen zu tun. Zimmern hingegen trifft noch auf den VfL Nagold und den SSC Tübingen. Es lässt sich also argumentieren, dass die Eberhart-Elf das vermeintlich leicht schwierigere Restprogramm hat. Die restliche Saison verspricht in jedem Fall viel Spannung in diesem Fernduell um die große Verbandsliga-Chance.