Erstmals seit 2020 hat Andreas Hug wieder eine Trainerstelle bei den Aktiven angenommen. Mit unserer Redaktion spricht er über die ersten Eindrücke bei der SG Altheim-Grünmettstetten.
Andreas Hug hat als Fußballer und Trainer schon einiges erlebt: Insofern dürfte es keine Übertreibung, sondern eine ehrliche Analyse sein, wenn er über seine neue Aufgabe bei der SG Altheim-Grünmettstetten und dem damit verbundenen Ziel des Klassenerhalts sagt: „Das wird eine brutale Herausforderung.“
Zwölf Punkte sammelte die Kombi in bisher 13 Partien – und steht damit auf dem Relegationsplatz. Von hinten drängen aber der SV Gündringen und SV Vollmaringen und haben bei einem Punkt weniger auch noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Mit Markus Bradtke (SVG) und Michele Klarner (SVV) gab es zudem auch hier Veränderungen auf der Trainerposition. „Ich kenne beide gut, es sind Trainerfüchse. Sie werden sicherlich die selben Ziele haben und Sätze sagen wie ich. Vielleicht rutschen auch andere Mannschaften noch in den Abstiegskampf“, so Hug.
Testspiel geht verloren
Am Wochenende sah er sein neues Team erstmals richtig in Aktion, das Testspiel in Egenhausen gegen Pfalzgrafenweiler ging mit 2:4 verloren. Hug erklärt: „Man hat klar gesehen und gemerkt, was nicht gut lief. Wir haben viel Arbeit vor uns. Die Mannschaft hat Moral gezeigt und nach dem 0:4 nicht aufgegeben, wir haben auch noch einen Elfmeter verschossen. Es waren aber viele Fehler in der Vorwärtsbewegung und die Gegentore viel zu einfach.“
Probleme in der Defensive zeigten sich schon unter Vorgänger Kevin Haase. So bekommt die SG AG genau drei Tore pro Spiel – natürlich zu viel. Für Hug ist das Spiel gegen den Ball daher ein „Hauptthema“. Bevor es am 15. März beim Tabellenzweiten in Haiterbach wieder um Punkte geht, stehen noch Testspiele gegen Hallwangen (21. Februar), Wachendorf (25. Februar), Walddorf (4. März) und Altburg (8. März) an.
Basics im Vordergrund
Der Familienvater, der in der Vergangenheit auch schon seinen Heimatverein Salzstetten und die SG Ahldorf-Mühlen coachte, weiß aber: „Es geht um die Basics. Wir haben sechs Wochen Zeit. Ich bin nicht Jesus und werde den Fußball nicht neu erfinden. Ich weiß aber, nach diesem ersten Test umso mehr, wo wir ansetzen müssen.“
Eine „intakte Mannschaft“
Seit 2020 coachte er keine Aktivenmannschaft mehr, war aber in der Zwischenzeit Jugendtrainer bei den Bambini und in der F-Jugend. So sei der Salzstetter aufgeregt und gespannt gewesen, hat aber einen guten Eindruck. „Die Mannschaft zieht mit und ist definitiv intakt. Auch am Wochenende waren wir nach der Partie noch geschlossen im Sportheim. Es gilt nun auch das Selbstvertrauen zurück zu gewinnen, das spielt natürlich auch eine Rolle.“
Großes Finale gegen Salzstetten?
Ein Blick auf den Spielplan der Kreisliga A3 verrät indes noch ein spannendes Detail: So schließt die SG AG die Saison mit einem Heimspiel gegen Salzstetten – wie erwähnt der Heimatverein von Hug – ab. Er verrät: „Das ist noch sehr, sehr weit weg. Aber klar, ich habe mir den Spielplan natürlich angeschaut.“ Und im besten Fall gibt es für ihn dann den Klassenerhalt seines neuen Teams und die Meisterschaft der Sportfreunde, die die Tabelle aktuell souverän anführen, zu feiern.