Die SF Gechingen (in Weiß) holten gegen den SC Tuttlingen einen Punkt. Foto: Kraushaar

Drei Spiele innerhalb von achten Tagen bestreiten die SF Gechingen, die über ihren Verbleib in der Landesliga entscheiden. Mit dem Heimspiel gegen den SV Zimmern wartet auf die Sportfreunde nun der zweite Teil dieser Tage der Wahrheit.

SF Gechingen – SV Zimmern (Mittwoch, 19.30 Uhr). An diesem Mittwoch geht mit der Begegnung zwischen den SF Gechingen und dem SV Zimmern ein Nachholspiel des 18. Spieltags der Fußball-Landesliga über die Bühne. Für die Sportfreunde Teil zwei der Tage der Wahrheit, die mit einem 1:1-Unentschieden gegen den SC Tuttlingen begonnen hatte und am Sonntag mit dem Kellerduell beim SV Wittendorf endet. „Drei Spiele, die wir gewinnen müssen, um noch eine Chance zu haben“, sagte SFG-Sprecher Martin Roebner.

 

Möglichkeiten nicht genutzt

Die Basis hatte die Mannschaft mit dem unerwarteten Punktgewinn bei der SG Empfingen gelegt. Das folgende 1:1 gegen den SC Tuttlingen war aus Gechinger Sicht aber zu wenig. „Wir müssen vor dem Ausgleich das 2:0 machen und haben dann noch die Chance zum Lucky Punch“, blickte Trainer Balasz Venter ratlos auf die Möglichkeiten von Edison Behramaj und Pascal Buyer in der Nachspielzeit.

Keine Frage: Das aktuelle SFG-Problem ist, dass außer Salvatore Tommasi kein Stürmer ins Tor trifft. Natürlich muss man zugeben, dass der SC Tuttlingen das engagiertere Team mit der größeren körperlichen Wucht war. Die Gechinger hingegen ließen das Selbstvertrauen aus Empfingen vermissen und vertrauten lange Zeit auf eine Fehlerminimierung. Die Rechnung hätte aufgehen können, wäre Edison Behramaj nach dem 1:0 durch Salvatore Tommasi das 2:0 gelungen. Aber nach drei Großchancen gegen den TV Darmsheim, die SG Empfingen und den SC Tuttlingen wartet der vom TSV Ehningen gekommene Stürmer noch immer auch sein erstes Tor im SFG-Trikot.

Mögliche Alternativen

Jetzt gilt es, sich auf die nächste Partie gegen den SV Zimmern zu konzentrieren, in der die Miniserie eine Fortsetzung bekommen soll. Venter wollte noch keine Aussage zur Aufstellung treffen. Gegen den SC Tuttlingen musste er neben den Langzeitverletzen Patrick Roebner und Jannik Reyle auch auf Adel Idrizi, Dominik Gräber, Domenico Pellino und den gesperrten Kevin Hörner verzichten. Auf der Bank hatten mit Cedric-Paul Schmid, Marvin Schuh, Andre Talmon L’Armee und Jan Gröne vier Spieler Platz genommen, die zuvor schon beim 3:0-Sieg der zweiten Mannschaft gegen den VfL Oberjettingen auf dem Platz gestanden hatten. „Hörner und Pellino kommen zurück, auch Lukas Schweizer hat wieder trainiert“, zählt Venter mögliche Alternativen auf. Für wen, das ließ er offen.

Calvin Redzepagic hatte in seinem zweiten Spiel als Innenverteidiger gegen den SC Tuttlingen überzeugt, ebenso der zum Außenverteidiger umgepolte Mensur Mahmoud. Der kam im Hinspiel als Einwechselspieler – noch offensiv – zum Zug und konnte sich persönlich von der Robustheit des SV Zimmern überzeugen. In der Luft ist der großgewachsenen Gästeabwehr jedenfalls kaum beizukommen. Entsprechend wird Venter sein Team auf Bodenkampf einstellen.

Nach vorne geht nicht viel

Ein allzu großes Risiko ist von Seiten der Gäste nicht zu erwarten. Mit 28 Punkten auf Rang neun befindet sich der SV Zimmern im gesicherten Mittelfeld. Garant dafür ist die mit 24 Gegentoren hinter der SG Empfingen und dem VfL Nagold drittbeste Abwehr, was der VfL Sindelfingen beim knappen 1:0-Sieg am Sonntag zu spüren bekam. Nach vorne geht mit 28 erzielten Treffern jedoch relativ wenig, was durchaus auf eine Wiederholung der Nullnummer aus dem Hinspiel hinweisen könnte.