Patrick Roebner (Mitte) wurde gegen die SV Böblingen Jose Falcon-Lores eingewechselt. Foto: Kraushaar

Gegen den bereits abgestiegenen SF Gechingen muss der TSV Ofterdingen unbedingt drei Punkte holen. Die Sportfreunde wollen das verhindern – zumal Trainer Balasz Venter die Moral im Team lobt.

TSV Ofterdingen – SF Gechingen (Sonntag 15 Uhr). Mit dem SV Tübingen, TSV Ofterdingen, SV Wittendorf und SV Seedorf liebäugeln in der Fußball-Landesliga immer noch vier Mannschaften mit Platz zwölf – offiziell erster Nichtabstiegsplatz, den aktuell der zuletzt spielfreie SC Tuttlingen inne hat. Am Wochenende stehen sich diese Mannschaften direkt gegenüber. Der TSV Ofterdingen braucht damit ganz dringend die drei Punkte aus dem Spiel gegen die SF Gechingen.

 

Kein Kanonenfutter

Eigentlich eine Pflichtaufgabe, zumal die Sportfreunde schon als erster Absteiger feststehen. Kanonenfutter war die Mannschaft von Trainer Balazs Venter in dieser Saison jedoch nicht, auch wenn es bislang nur zu vier Siegen gereicht hatte. Dass es dabei nicht bleiben muss, haben die SF Gechingen mit dem 2:1-Sieg gegen die SV Böblingen bewiesen. „Die Moral in der Truppe ist hervorragend. Wir haben einen hohen Trainingsbesuch“, ist Venter davon angetan, wie die Spieler trotz des Tabellenstands mitziehen. Keiner lasse sich hängen, auch Langzeitverletzte wie Adel Idrizi oder Patrick Roebner suchen inzwischen wieder den Anschluss. Idrizi stand gegen die SV Böblingen in der Startelf, galt vorrübergehend sogar als Schütze des Führungstreffers, bis der nachträglich Edison Behramaj zugeschrieben wurde. Idrizi hielt eine Stunde durch, wurde dann von Lukas Funk ersetzt. Patrick Roebner feierte in der 77. Minute sein Comeback. Er kam für Jose Falcon-Lores ins Spiel und konnte in der emotionalen Schlussphase erfolgreich die rechte Seite beackern.

Die Chance für die SFG

Der TSV Ofterdingen steht nach der späten 1:2-Niederlage im Derby gegen den SV Tübingen (Tor in der Nachspielzeit durch Tobias Haux) extrem unter Druck. Der SV Wittendorf und der SV Seedorf sind direkt vor ihm, drei Punkte sind praktisch Pflicht. Und genau da beginnt die Chance für die SF Gechingen. Denn: Immer wenn sie das Spiel nicht machen müssen, sieht sie gut aus.