Den SF Gechingen war zuletzt bei der 1:4-Niederlage gegen die SV Böblingen in der zweiten Habzeit ein Tor gelungen. Das gibt Anlass zur Hoffnung. Foto: Kraushaar

Mit 1:4 unterlagen SF Gechingen zuletzt in der Landesliga bei der SV Böblingen. Interimstrainer Jens Kusterer gab die zweite Halbzeit jedoch Hoffnung. Auf der wollen die Sportfreunde am Sonntag gegen den TSV Ofterdingen aufbauen. Das Rezept: Ein frühes Gegentor soll verhindert werden.

SF Gechingen – TSV Ofterdingen (Sonntag, 14.30 Uhr). „Wir waren am Anfang einfach nicht präsent, haben dann aber über 65 Minuten einen ordentlichen Fußball gespielt“, bewertete der Gechinger Interimstrainer Jens Kusterer die 1:4-Niederlage in der Fußball-Landesliga seiner Sportfreunde in Böblingen. Zu diesem Zeitpunkt war der Aufsteiger mit 0:3 schon hoffnungslos hintengelegen, hatte aber die zweite Halbzeit mit einem respektablen 1:1 abgeschlossen. Darauf will Kusterer am Sonntag gegen den TSV Ofterdingen aufbauen.

 

Auf die Probleme im Mittelfeld und Innenverteidigung hatte Kusterer früh mit der Hereinnahme von Domenico Pellino und dem Verschieben von Dominik Gräber auf die Sechser-Position reagiert. Die Lücken waren anfänglich empfindlich, auch weil mit Dennis Carl der etatmäßige Abwehrchef (Messe) gefehlt hatte. Gegen Ofterdingen ist Carl wieder da, Gräber beginnt im Mittelfeld.

Wer spielt neben Gräber?

Dafür öffnete sich eine neue Frage: Wer spielt neben Gräber? Und da hat in Böblingen Mario Oliveira als Einwechselspieler auf sich aufmerksam gemacht. Der ehemalige Althengstetter hat eine lange Anlaufzeit gebraucht, in Böblingen hat er sich eine neue Chance verdient. Auch Lucas Schweitzer dürfte – nicht nur wegen seinem Tor zum 1:3 – eine Alternative abgeben.

Aber auch zwei große Fragen nimmt Kusterer aus Böblingen in das Heimspiel gegen den TSV Ofterdingen mit: Wie kann ein frühes Gegentor verhindert werden und warum steckt der Wurm im Sturm? Eine nicht ganz neue Erkenntnis, die von lediglich zwölf Toren in 13 Spielen untermauert wird. Pascal Buyer, Amel Idrizi und Jonathan Tommasi gingen erneut leer aus, ebenso die eingewechselten Alternativen Lukas Funk und Adel Idrizi.

Angesichts dessen ist der Ausfall von Andre Talmon L’Armee wegen Gelb/Rot-Sperre noch eines der kleineren Probleme. Kusterer will sich auf zwei Varianten einstellen. Die eine beinhaltet, dass die Gäste konsequent draufgehen und versuchen, über eine schnelle Führung die Partie zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Die andere lautet, erst einmal abwarten und einen Punkt sichern. Der wäre unter dem Strich für den Tabellendreizehnten jedoch zu wenig.