Die SF Gechingen müssen als Tabellenletzter zum souveränen Spitzenreiter SG Empfingen. Dass die Sportfreunde zuletzt bei ihrer 0:2-Niederlage gegen den TV Darmsheim bis zum Schlusspfiff Moral bewiesen, macht Trainer Balasz Venter für das ungleiche Duell am Samstag Mut.
SG Empfingen – SF Gechingen (Samstag, 15.30 Uhr). In der Fußball-Landesliga sind die SF Gechingen am Samstag in der Rolle David gegen Goliath gefordert. Die Mannschaft von Trainer Balazs Venter gastiert beim souveränen Tabellenführer SG Empfingen. Was den Tabellenletzten da erwartet, lässt sich leicht ausrechnen: Der beste Angriff der Liga (50 Tore) gegen die zweitschlechteste Abwehr (49 Gegentreffer).
Gute Leistung im Hinspiel
Dabei hatten die Sportfreunde im Hinspiel über weite Strecken ein ganz ordentliches Bild abgegeben. Unter dem damalige Trainer Manuel Vogt hatten sie sich regelrecht in das Spiel gekämpft und dem hohen Favoriten trotz deutlicher Defizite nichts Großes zugelassen. Pascal Schoch, aktuell zusammen mit dem Darmsheimer Simon Lukas Lindner (18 Treffer) der Top-Torjäger der Liga, hat dann den Bann gebrochen und mit zwei Toren die SFG in die Knie gezwungen.
Tim Schuldt hatte bei der 0:2-Niederlage das Gechinger Tor gehütet, Maximilian Kern und Patrick Roebner waren ein Teil der Viererkette, offensiv standen Daniel Leding und Jannik Reyle in der Startelf. „Mein Sohn fehlt uns wegen Verletzung schon seit November, Maximilian Kern ist wegen Krankheit kurzfristig ausgefallen“, erklärt Martin Roebner zwei der Umstellungen im Spiel gegen den TV Darmsheim. Mit Jannik Reyle beklagte SFG-Coach Balazs Venter einen weiteren langfristigen Ausfall.
Edison Behramaj gibt Debüt
Im Mittelfeld war zuletzt wie erwartet Rückkehrer Andreas Kiwaroglou zum Zug gekommen. Im Angriff hatte Salvatore Tommasi Daniel Leding ersetzt, neben ihm gab Edison Behramaj (kam vom TSV Ehningen) sein Debüt bei den Sportfreunden. Eine weitere Änderung vollzog der Nachfolger von Manuel Vogt im Tor: Gegen den TV Darmsheim war Sven Götz als neue Nummer eins nominiert. Bei den vier Gegentore war der ehemalige Dagersheimer jedoch machtlos.
Die mit Hoffnungen gekommenen SFG-Fans hatten zwar die starke Anfangsphase wohlwollend registriert, am Ende jedoch frustriert den Gechinger Sportpark verlassen. Die zwölfte Niederlage im 17. Spiel hatte nicht nur Spuren, sondern auch Zweifel an der Qualität der Mannschaft hinterlassen. Vor allem was die Chancenverwertung anging, denn unter normalen Umständen hätte es nach einer Stunde 2:2 stehen müssen. Damit wird Venter seine Kickern aber vor der Partie bei der SG Empfingen motivieren: „Die Truppe hat nie nachgelassen, sondern bis zum Schluss trotz des Rückstands Moral bewiesen.“
Fragezeichen hinter Idrizi
Die personellen Alternativen halten sich vor dem Empfingen-Spiel in Grenzen. Jose Falcon-Lores war früh reingekommen und hatte eine ordentliche Leistung abgeliefert. Pascal Buyer (73. für Marius Bürkle) konnten keine Impulse setzen. Domenico Pellino, Lucas Schweizer und Mensur Mahmound blieben auf der Bank.
Ein Fragezeichen steht aktuell noch hinter einem Einsatz von Adel Idrizi. Der Außenstürmer – gegen den TV Darmsheim mit Sonderaufgabe gegen Fabian Schneider – musste nach einer Verletzung früh den Kunstrasenplatz verlassen.