Am Mittwoch ist ein 20-jähriger Opfer von sogenannter Sextortion geworden. (Symbolfoto) Foto: Proxima Studio - stock.adobe.com

Am Mittwochmorgen ist ein 20-Jähriger Opfer von sogenannter Sextortion im Murgtal geworden.

Murgtal - Sextortion ist eine bestimmte Deliktsform, bei welcher dem Opfer mit der Veröffentlichung von Nacktfotos oder -Videos gedroht wird. Wie der aktuelle Fall zeigt, ist die Vorgehensweise der Täter einfach, hinterhältig und aus Sicht der Polizei zu oft erfolgreich. 

Das Opfer wurde über eine soziale Plattform kontaktiert. Wie die Polizei mitteilt, folgte die Aufforderung, die Unterhaltung in einen Videochat zu verlegen. Darin entledigt das meist äußerst attraktive Gegenüber erstaunlich schnell seiner Kleidung, fordert das Opfer auf, sich ebenfalls auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen.

Kommt das Opfer den Aufforderungen nach, wird der Videochat zeitnah abgebrochen. Es folgt eine Drohung mit der Veröffentlichung der zuvor gefertigten Nacktaufnahmen des Opfers. Die Veröffentlichung könne nur mit der Begleichung eines größeren Geldbetrags verhindert werden.

Empfehlungen der Polizei, wie Sie sich vor dieser Deliktsform schützen können:

   -    Stimmen Sie nicht vorschnell einem Videochat zu.
   -    Im Zweifel: kleben Sie die Chatkamera zunächst ab, um lediglich verbal zu kommunizieren und das Geschehen zu beobachten.
   -    Stimmen Sie keinen Entblößungen oder intimen Handlungen in Videochats zu, wenn Sie die Person erst seit kurzem kennen. 

Wenn Sie bereits Opfer von Sextortion geworden sind, empfiehlt die Polizei Folgendes:

   -    Überweisen Sie kein Geld. Die Erpressung hört nach der Zahlung meist nicht auf.
   -    Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
   -    Kontaktieren Sie den Betreiber der Seite und veranlassen Sie, dass das Bildmaterial gelöscht wird. Nicht angemessene Inhalte kann man dem Seitenbetreiber  über eigens hierfür eingerichtete Buttons melden.  

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