Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Service rund ums Auto Wildschaden, was nun?

Vorsicht, Wildwechsel! Wer langsamer fährt, ist sicherer unterwegs. Foto: Schutt

Der Herbst steht in den Startlöchern – und mit ihm nicht nur eine besonders bunte Jahreszeit, sondern auch eine mit der einen oder anderen Gefahr für Autofahrer, gibt die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Bodensee-Hochrhein-Schwarzwald zu bedenken..

Gerade in waldreichen Gebieten ist nun wieder vermehr mit Wildwechsel zu rechnen, mahnt Kfz-Innungsobermeister Paulo Rodrigues zu erhöhter Vorsicht. Insbesondere in der Dämmerung sei praktisch die halbe Waldbevölkerung auf den Beinen, wechselt Futterplätze und überquert dabei die Straßen.

Das Wildwechsel-Verkehrsschild warnt vor besonders riskanten Straßenabschnitten. Folgende Tipps klären auf, was bei Wild und einem Wildunfall zu tun ist: Ist Wild in Sicht – kurz hupen und das Fernlicht ausschalten, sonst verlieren die Tiere die Orientierung. Im Ernstfall hilft bei aller Tierliebe jedoch nur noch die Vollbremsung bei geradeaus gehaltenem Lenkrad. Hat es gekracht, den Notruf 110 wählen, Warnweste anziehen und die Unfallstelle absichern.

Die Polizei informiert den Jagdpächter, der sich um das angefahrene Tier kümmert. Selber nichts anfassen und schon gar nicht das tote Tier in den Kofferraum laden, das ist Wilderei. Flüchtet das verletzte Tier ins Dunkel, sollte man den Bereich markieren, damit der Jäger sich in die entsprechende Richtung auf die Suche machen kann. Die Polizei stellt die erforderliche Bescheinigung für die Versicherung aus.

Beim Auto ist zu prüfen, ob eine Weiterfahrt möglich ist. Denn selbst die Kollision mit kleineren Tieren wie Hasen oder Füchsen, kann versteckte Schäden bewirken.

Häufig gehen die Scheinwerfer kaputt – eine Weiterfahrt im Dunkeln ist dann nicht verkehrssicher.Meistens ist noch mehr demoliert. Tritt etwa Flüssigkeit aus, wird es kritisch. Handelt es sich um Öl oder Kühlwasser, wäre ein Motorschaden innerhalb der nächsten fünf bis zehn Kilometer wahrscheinlich, ein Abschleppdienst zwingend nötig. Das sei keine übertriebe Vorsicht, sondern Fakt, stellt Paulo Rodrigues. Für einen defekten Turbolader genügen bereits zehn Sekunden ohne Schmierung.

Die Abschleppkosten übernimmt die Kaskoversicherung, sofern Haarwild beteiligt war. Wer keine hat, kann sich an seinen Automobilclub wenden oder auf Schutzbriefe zurückgreifen. Sind die Kosten selbst zu tragen, sei das trotzdem allemal billiger als mit dem waidwunden Auto noch zu versuchen, zur Werkstatt zu kommen und den Motor kaputtzufahren, schließt Rodrigues.