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Serdar Somuncu Kabarettist kümmert sich um die Nichtwähler

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Serdar Somuncu als Angehöriger einer Minderheit: der Nichtwähler Foto: Tele 5

Satire darf alles, sagt Kurt Tucholsky (1890-1935). Sogar nicht wählen, sagt Serdar Somuncu (50). Der Kabarettist, der sogar selbst schon einmal Kanzlerkandidat war - wenn auch nur für die Satirepartei "Die Partei" - hat vor der Wahl zum Europaparlament am 26. Mai seinen eigenen Wahlwerbespot produziert. Die Zielgruppe: Nichtwähler.

Dabei nimmt der gebürtige Türke wie üblich kein Blatt vor den Mund bzw. legt prominenten Politikern ausgedachte Zitate in selbigen. So erklärt Willy Brandt (nicht): "In einem toleranten, weltoffenen Europa darf man keine Wahl haben, den Nichtwähler nicht zu diskriminieren." Und Nelson Mandela fügt (nicht) hinzu: "Kein Mensch kommt auf die Welt und hat das Bedürfnis zu wählen."

Das offensichtlich gecastete Hipster-Pärchen mit Motivhemd, Man Bun und MacBook trägt vor: "Wir sind schon seit Ewigkeiten Nichtschwimmer und Nichtraucher und da dachten wir uns, wir probieren mal was Neues: Nichtwähler." Somuncu selbst fasst das Ganze wie gewohnt provokant zusammen: "Ehe für alle, Klos für Pimmelmädchen, Gender-Nepp - alles schön und gut. Und wer denkt an uns Nichtwähler"?" Seine Antwort: die Partei "die Nichtwähler - für alle, die "mit'm Arsch im Bett" bleiben wollen.

Kontroverse Themen im Late-Night-TV

Wer den ganzen Werbespot sowie weitere kabarettistische Abhandlungen zur Europawahl sehen möchte, der bekommt bei der Comedy-Show "Garantiert unzensiert" ab 23:45 Uhr auf Tele 5 die Möglichkeit. Neben weiteren Beiträgen von Somuncu wie "Gute Herrscher, schlechte Herrscher" und dem Brexit-Song nähern sich auch die Sender-Urgesteine Oliver Kalkofe und Peter Rütten so unernst wie möglich diesem allzu ernsten Thema.

Ernst geht es bei dem in Istanbul geborenen Somuncu meistens zu. Er bezieht regelmäßig politisch Stellung - ob in Büchern oder bei Auftritten. Mit Programmen und Sendungen wie "Hitler Kebab", "Hatenight" oder "Der Hassprediger" sowie bei seinen szenischen Lesungen aus Hitlers "Mein Kampf" oder Goebbels' Sportpalastrede arbeitet er sich meist an der deutschen Vergangenheit ab, aber auch an der aktuellen Parteien- und Medienlandschaft. Bei seiner Kanzlerkandidatur 2017 für Die Partei erhielt er in seinem Berliner Wahlkreis 7,2 % der Erststimmen. Bleibt zu hoffen, dass er diesmal nicht zu viele Nichtwähler überzeugen kann.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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