So soll die Seniorenwohnanlage aussehen, wenn sie bis in ein paar Jahren fertig gebaut ist. (Visualisierung) Foto: Architekturbüro

"Dahinter befindet sich die Seniorenwohnanlage", erläuterte Bürgermeister Markus Wendel zum Bebauungsplan "Badstraße – Untere Talstraße". Das Thema wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung behandelt. Jetzt kann es weiter voran gehen.

Bad Teinach-Zavelstein - Es geht voran in Sachen Seniorenzentrum Bad Teinach-Zavelstein. Jetzt wurde im Gemeinderat der dafür nötige Bebauungsplan beschlossen – und zwar einstimmig.

Der Plan namens "Badstraße – Untere Talstraße, 2. Änderung" war schon im Juli des vergangenen Jahres im Gemeinderat behandelt worden. Jetzt gingen die zahlreichen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange ein. "Die Bürger von Bad Teinach-Zavelstein haben keine Einsicht in den Plan gefordert", gab sich Bürgermeister Markus Wendel dann doch etwas überrascht.

Allerdings hatte dafür das Calwer Landratsamt deutlich mehr zu beanstanden. Durch die Stellungnahme der Fachbehörde wurden nämlich noch zwei weitere Gutachten nötig: ein geologisches, um mögliche Felsstürze des nahen Hangs auszuschließen, und ein hydrogeologisches, um eine mögliche Gefährdung der Mineralwasserbrunnen im Untergrund ­auszuschließen.

"Ein Felssturz ist nicht zu befürchten und die Mineralwasserquellen sind auch nicht gefährdet", fasste Wendel die Ergebnisse kurz und bündig zusammen. Das Ganze zog sich allerdings, da der Gutachter erst noch abwarten musste, bis die Schneemassen von besagtem Hang weggetaut waren.

Dass man derlei Dinge untersucht, kommt für Wendel nicht überraschend: "Im Schwarzwald häuft sich das mit den rollenden Felsen", hatte der Rathauschef in der Vergangenheit beobachtet. Eine weitere Änderung ergibt sich mit Blick auf die am Gebäude angelegten Lärmpegel. Jetzt wurde auch die Seite hin zur Feuerwehr und zur Straße mit Lärmpegel drei eingestuft. Dort müssen dann im Zuge der Ausführung diverse bauliche Maßnahmen getroffen werden, die den Lärm nachhaltig reduzieren.

Noch eine Kleinigkeit, die aus artenschutzrechtlichen Gründen installiert werden muss, ist ein insektenschonendes Leuchtmittel.

Gefordertes Brandschutzkonzept ist selbstverständlich

Auch wurde von Seiten des Landratsamtes angemahnt, man möge doch im Zusammenhang mit dem Baugenehmigungsverfahren ein Brandschutzkonzept erstellen. Wendel verwunderte diese Anmerkung dann doch: "Das ist ja logisch, wir planen so eine Seniorenresidenz ja nicht ohne ein Brandschutzkonzept."

Alles in allem seien das aber Kleinigkeiten, erklärte der Rathauschef, sodass man keine erneute Offenlage des Bebauungsplans brauche.

Auch die Pläne, die Teinach auszubaggern, um die verloren gehenden 85 Kubikmeter Überschwemmungsvolumen wiederherzustellen, wurden genehmigt. "Das wird umgesetzt und dann noch als Aufenthaltsbereich gestaltet", erklärte Wendel.

Was nun direkt als nächstes ansteht, ist die Verlängerung der für Bad Teinach genehmigten Landesmittel für die Sanierung. Denn die laufen eigentlich in diesem Jahr aus. Jetzt versendet man also eiligst den fertigen Bebauungsplan ans zuständige Regierungspräsidium Karlsruhe, um die Fördermittel bis 2023 verlängern zu können. Das sei für die "garnierenden Arbeiten" gedacht, erläuterte Wendel, dass man zunächst die Seniorenresidenz errichtet und sich dann an die Gestaltung der Umgebung macht.

Zwischen Ostern und Pfingsten ist dann auch schon der Notartermin anberaumt, um das Grundstück dem Bauherrn zu veräußern. Dann kann es auch alsbald losgehen. "Gegen Spätsommer 2021 können wir dann den Spatenstich vollziehen", prognostiziert der Bürgermeister abschließend.

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