Traditionell werden die Senioren der Gesamtgemeinde im Dezember zum Seniorennachmittag in die Tälesee-Halle eingeladen.
Nachdem am Freitagabend und Samstagmorgen die Tälesee-Halle liebevoll mit leuchtenden Weihnachtsbäumen und Sternen geschmückt worden war, erwartete man viele Gäste, waren doch 844 Bürger ab 65 Jahren von der Gemeinde angeschrieben und eingeladen worden.
Für 250 Gaste war gestuhlt worden, und etwa 220 kamen. Werner Eggenweiler begrüßte für den Seniorenbeirat. Beide Pflegeheime, Rosengarten und Haus am Tälesee, waren eingeladen worden. Eggenweiler bedauerte, dass vom Haus am Tälesee niemand da war.
Im Gespräch mit Monika Obstfelder war zu erfahren war, dass es nicht mehr einfach ist, dass Bewohner von Pflegeheimen zu solch einer Veranstaltung gehen können. Dies wurde bisher mit Personal von Pflegeheimen organisiert.
Das heißt, die betagten Gäste dürfen nur noch teilnehmen, wenn sie von eigenen Angehörigen begleitet werden.
Werner Eggenweiler ließ das Jahresprogramm 2025 Revue passieren, gab es doch mehrere Ausflüge und sonstige Aktivitäten. Für 2026 wird bereits an einem attraktiven Programm gebastelt.
Nach Kaffee und Kranzbrot ging es mit einem umfangreichen Programm Schlag auf Schlag weiter. Gespannt wartete man auf die Rede von Bürgermeister Ferdinand Truffner.
„Heute möchte ich Ihnen keine große kommunalpolitische Rede halten – die meisten Themen haben wir ja erst kürzlich bei der Bürgermeisterwahl ausführlich besprochen“, sagte Truffner. „Was unsere Gemeinde bewegt“ nahm Truffner in den Blick. „Vieles konnten wir anstoßen, vieles wurde bewegt, manches bereits fertiggestellt. Und all das geht nur, weil in unserer Gemeinde viele zusammen helfen: Gemeinderat, Mitarbeitende, Ehrenamtliche – aber auch Sie, liebe Seniorinnen und Senioren, die mit Rat, Erfahrung und Zuversicht diesen Ort prägen.“
Dann ging der Bürgermeister auf die Adventszeit ein und erzählte eine Geschichte von Emil und seinem Opa. Das Fazit: die schönsten Erinnerungen sind oft die an Geschehnisse, die nicht ganz perfekt gelaufen sind.
Danach gab es eine Aufführung von Beschäftigten und ehemaligen Beschäftigten des Rosengartens. Thema: „In der Weihnachtsbäckerei“. Gezeigt wurde mit wie viel Hektik es einst in der Backstube zuging, bis die Weihnachtsbrötchen fertig waren und an die Besucher verteilt werden konnten.
Roland Walter erfreute mit Gedanken zur Weihnachtszeit aus seiner Gedichtsammlung mit selbst verfassten Gedichten, für diesen Nachmittag aber übersetzt ins Schwäbische.
Die Musikschule erfreute mit mehreren Beiträgen. Jonathan aus Fischingen, zehn Jahre alt, getraut sich schon, selbst zu komponieren. Mit dem eigenen Lied „Friedensvertrag“ macht er deutlich, was schon die Kinder bewegt.
Die beiden Geistlichen, Pfarrer Thomas Fürst (katholisch) und Alexander Köhrer (evangelisch), zeigten den hohen Stellenwert der Ökumene. Sie sangen gemeinsam die erste Strophe von „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“. Köhrer ging auf die Historie des Liedes ein. Die Öffnung von „Tür“ und „Tor“ ist heute noch sehr aktuell.
Pfarrer Thomas Fürst feierte seinen Geburtstag, zu dem er ein Ständchen aller Gäste erhielt.
Sowohl die Trachtenkinder als auch die erwachsenen Trachtler zeigten mit ihren Tänzen, dass es viel Spaß macht, über die Bühne der Tälesee-Halle zu rauschen, und auch die Kapelle steuerte schöne Musik bei.