Ballett und Musik, Chorgesang und Gymnastik, Multivisionsshow und Liederquiz – der große Seniorennachmittag in der Altensteiger Markgrafenhalle hat rund 300 Besucher fröhlich gestimmt.
Als die Senioren in mehreren Bussen vorfuhren, wurden sie in der aufwendig sanierten Halle von Herbert Kohler auf seiner Steirischen Harmonika willkommen geheißen. Teller mit Butterbrezeln, Hefezopf und Schneckennudeln regten den Appetit an, TSV-Handballer schenkten frischen Kaffee aus, am Rand der Bühne leuchteten Alpenveilchen, die zum Schluss mit nach Hause genommen werden durften.
An der Stirnseite hatten Organisatorin Christa Haizmann vom städtischen Kulturamt, Bürgermeister Gerhard Feeß und der Filialleiter der Sparkasse in Nagold, Frank Esslinger, Platz genommen – die Bank und die Stadt teilen sich die Kosten – und freuten sich auf ein dreistündiges, abwechslungsreiches Programm.
Durch den Nachmittag führten Dieter Renz und Dominik Bitzer als Nachfolger von Walter Beutler aus Walddorf, dessen Witze und Anekdoten die Zuhörer jahrzehntelang zum Schmunzeln und Lachen gebracht hatten. Ihn hatte man dieses Mal eingeladen. Erinnerungen wurden ausgetauscht – auch über reichlich genossenen Rebensaft, der die Zunge der Moderatoren lockerte.
Fröhliches Ständchen zum Auftakt
Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Kreisseniorenchor Calw mit einem „fröhlichen Ständchen“ über „Zwölf Räuber“, einem Lied aus Ostpreußen und einer Eigenkomposition. Der Chor mit 38 Männern aus 20 Gemeinden des Landkreises wurde 2007 gegründet. Dirigent ist Klaus Mader aus Liebelsberg.
Zwei eingestreute Gedichte – Werner Oppell aus Calw mit Versen von Sebastian Blau in der Originalsprache und Klaus Rothfuß aus Rotfelden mit Zeilen über das spezielle Jubiläum eines Gesangvereins – sorgten für Heiterkeit im Saal.
Reisefotograf Karl Lang war mit dem Fahrrad entlang der Donau unterwegs. Im halbstündigen Bildervortrag in Überblendtechnik, ergänzt durch Musikeinspielungen und Kurzvideos, vermittelte er einen Eindruck vom mächtigsten und längsten Strom Mitteleuropas, vom Ursprung in Donaueschingen, den Städten Ulm, Regensburg und Passau, der reizvollen Wachau bis zum „Paris des Ostens“, der ungarischen Hauptstadt Budapest.
Ballettschülerinnen begeistern Besucher
Als sieben kleine Balletteusen der städtischen Musikschule unter Leitung von Anna Seeger im Tüllröckchen auf der Bühne erschienen und sich zu „Kinderlein, tanzt mit mir“ aufstellten, ging ein Strahlen über die Gesichter der Zuschauer. Und als acht Ballettschülerinnen bei der „Brazilian Polka“ über die Bühne schwebten, gerieten sie regelrecht ins Entzücken.
Wie heißt dieses Lied? Beim Quiz spielte Herbert Kohler aus Oberschwandorf – der kurzfristig für den erkrankten Martin Spreng eingesprungen war – den Titel kurz an, und das Publikum in der Halle musste erraten, um welches Stück es sich handelte. Da flogen die Hände nur so in die Höhe. Zur Belohnung gab’s Süßigkeiten.
Feeß informiert über Investitionen
Kein Seniorennachmittag ohne gemeinsame Gymnastik. Eva-Maria Haizmann und Bennet Obaika machten die Übungen auf der Bühne vor. Zum Schneewalzer wurden stehend Arme und Beine geschwungen.
In seiner Ansprache ging Bürgermeister Gerhard Feeß auf zahlreiche Baumaßnahmen der beiden letzten Jahre unter und über dem Boden ein, welche Summen dafür aufgebracht werden mussten und was in nächster Zeit (Städtische Musikschule, Kindergartenanbau in Spielberg) mit Millionenaufwand geplant ist.
Gemeinsames Lied zum Abschluss
Frank Esslinger überbrachte Grüße vom gesundheitlich angeschlagenen Filialleiter der Sparkasse in Altensteig und ermunterte ältere Menschen, die verbleibende Jahre mit Leben zu füllen. Für die Rezitation eines Gedichts seiner Oma erntete er kräftigen Beifall.
Zum Schluss sangen der Kreisseniorenchor und die Gäste im Saal gemeinsam „Kein schöner Land“. Auf dem Vorplatz warteten bereits die Busse für die Rückfahrt in die Wohnort.