Mit der feierlichen Einweihung des Erweiterungsbaus hat die Spitalstiftung Horb einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Pflegeinfrastruktur am Standort Horb getan.
Mit einem Glas Sekt in der Hand stießen die Gäste im Speisesaal des Pflegeheims Ita von Toggenburg auf die offizielle Einweihung des neuen Anbaus an. Thomas Müller, Direktor der Horber Spitalstiftung, begrüßte am Freitag, 20. September, rund 150 Gäste – darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Stadtverwaltung, Handwerk, Behörden, Planungsbüros und natürlich viele Mitarbeitende und Angehörige.
„Ich möchte gerne mit Ihnen gemeinsam auf den heutigen Tag, unser aller Wohl und auf das unserer Einrichtungen anstoßen – zuerst Prost und ganz herzlich Willkommen zur Einweihung des Anbaus am Pflegeheim ‚Ita von Toggenburg‘“, so Müller zu Beginn seiner Ansprache. Für die musikalische Umrahmung sorgten Müllers Sängerkameraden unter der Leitung von Peter Straub.
Rundgänge durch die neuen Räume
Nach dem symbolischen Akt lud die Stiftung zu Kaffee und Kuchen ein, begleitet von Musik von Hans Schick. Rundgänge durch die neuen Räume zeigten den Gästen, was in den letzten Jahren entstanden ist: 30 zusätzliche Pflegeplätze und Platz für 17 Tagesgäste in einem nachhaltigen Holzbau mit rund 500 Quadratmeter verbautem Holz. „Ein Holzbau der Klarheit in der Gestaltung, mit Innovation, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gekonnt verbindet“, so Müller.
Der Bau dauerte rund zweieinhalb Jahre und wurde mit einem Zuschuss von 340 000 Euro aus dem Landesprojekt „Pflege 2022“ gefördert. Weitere Fördermittel, etwa vom Land oder der Diözese, gab es nicht. Trotzdem zeigt sich Müller stolz: „Als Spitalstiftung haben wir mit der Erweiterung eine wichtige Ergänzung unserer Versorgungsstruktur im Einzugsgebiet und am Standort Horb geschaffen.“
Lob kam auch von hochoffizieller Seite: „Kürzlich war unser ehemaliger Bischof Gebhard Fürst zu Besuch bei einem Bewohner und meinte, der Bau wäre für den Nachhaltigkeitsgedanken der Diözese ein tolles Vorzeigeobjekt.“
Grundschüler essen im Pflegeheim
Der neue Speisesaal soll künftig wieder für den offenen Mittagstisch genutzt werden – ein generationenübergreifendes Angebot: „Die Schüler der Gutermann-Grundschule kommen seit dem neuen Schuljahr auch jeden Tag zum Mittagessen“, berichtete Müller. Er betonte die lange Tradition der Stiftung, die in zwei Jahren ihr 675-jähriges Bestehen feiern wird: „Nichts ist so beständig, wie der Wandel – aber beständig ist der Stiftergedanke.“
Dank sprach der Direktor den rund 270 Mitarbeitenden der Stiftung aus: „Ohne diese geht gar nichts – und wir sind froh, dass wir diese in den Einrichtungen haben.“ Besonders erfreulich sei, dass die Stiftung in den letzten Jahren fast 30 junge Menschen für eine Pflegeausbildung gewinnen konnte. Das zeige, dass man auf dem richtigen Weg sei.
Dank an alle, die am Projekt beteiligt waren
Sein ausdrücklicher Dank galt dem Stiftungs- und Kirchengemeinderat, den Planungsbeteiligten und natürlich den Mitarbeitenden: „Danke an alle, die am Projekt direkt mitgewirkt und die Baustelle mit Geduld begleitet haben.“ Nach Müller sprachen Oberbürgermeister Peter Rosenberger und Doris Albrecht vom Kirchengemeinderat der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz ein Grußwort. Am Nachmittag fand eine Dankandacht mit Haussegnung statt, gestaltet von Pastoralreferentin Susanne Tepel. Sie schlug den Bogen zum Alltag im Pflegeheim mit den Worten: „Alt werden ist nichts für Feiglinge.“