Ärgerliche wie erfreuliche Nachrichten wusste Harthausens Ortsvorsteher Emil Oswald bei der Seniorenfeier zu berichten – die jüngsten Diebstähle auf dem Friedhof zum Beispiel. Als älteste Teilnehmer wurden Martina Gauggel und Johann Schreiber geehrt.
Die Seniorenfeier am Dreikönigstag in der Harthauser Festhalle hat im Ort eine lange Tradition. Auch in diesem Jahr sind viele Gäste ab 65 Jahren der Einladung von Ortsverwaltung, Ortschaftsrat und Gemeinde gefolgt.
In seiner Rückschau auf das vergangene Jahr berichtete Ortsvorsteher Emil Oswald vom Stand der Baumaßnahmen im Baugebiet Hägnau, über die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau bis zur abgeschlossenen Sanierung der 14-Nothelfer Kapelle.
Harthauser Friedhof soll künftig alte und neue Bestattungsformen vereinen
Als abscheulich bezeichnete Oswald die jüngsten Vorfälle auf dem Harthauser Friedhof, wobei etliche Metallfiguren gestohlen und erhebliche Schäden an Gräbern angerichtet wurde.
Für den Friedhof sei der Ortschaftsrat gerade dabei ein Konzept zu entwickeln, in der alte und neue Bestattungsformen vereint werden sollen, informierte Oswald. Dabei soll auch eine Grab- und Erinnerungsstelle für „Sternenkinder“ geschaffen werden.
Normalität und Frieden in der Welt wünscht sich der Ortsvorsteher
Mit Blick auf das laufende Jahr gab Oswald bekannt, dass Harthausen 2025 auf eine 750-jährige Geschichte zurückblicken könne. Dieses Jubiläum soll vom 27. bis 29. Juni gebührend gefeiert werden, wozu auch eine Festschrift in Vorbereitung sei.
Oswald schloss seine Ausführungen mit besten Wünschen zum Neujahr und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass „unsere Welt wieder etwas normaler werden und vor allem endlich Frieden einkehren möge“. Dazu passte der Besuch der Sternsinger, die zusammen mit Sabrina Otto nach ihrem Segenslied Spenden für ein Kinderhilfsprojekt in El Salvador sammelten.
Keine Kredite in 2025 – trotz teurer Sanierung der Haupt- und Juhestraße
Winterlingens Bürgermeister Michael Maier erinnerte in seinem Grußwort an derzeit große Herausforderungen der Gesamtgemeinde, in die allein im Jahr 2025 etwa sechs Millionen Euro investiert würden.
Als Beispiele wurden die Wasser- und Abwasserversorgung genannt, die anstehenden Dachumbauten an Grundschule, Musiksaal und Turnhalle in Winterlingen und die Sanierungen von Wald- und Feldwegen nach den Hochwasserschäden im Juni.
Einer der größten Brocken dabei sei die gerade anlaufende Sanierung der Haupt- und Juhestraße in Harthausen, wofür rund zwei Millionen Euro veranschlagt würden. Trotz dieser kostenintensiven Investitionen komme die Gemeinde aber ohne Kredite über die Runden merkte Maier an.
Flotten Schwung brachten danach die Damen der großen Vettergarde unter Leitung von Sarah Kromer mit mehreren Showtänzen und ernteten dafür stürmischen Applaus.
Gemeinsames Singen erfüllt alle Teilnehmer mit Freude
Unter großem Beifall haben Bürgermeister Michael Maier und Ortsvorsteher Emil Oswald die ältesten Teilnehmer der Seniorenfeier geehrt – und Präsente an Martina Gauggel und Johann Schreiber übergeben.
Große Freude bereitete im Anschluss allen Gästen das gemeinsame Singen altbekannter Volkslieder mit dem Chor Cum Deo und Martina Abt am E-Piano, ehe die Feier bei einem gemeinsamen Abendessen gemütlich ausklang.