„Schiff ahoi“ hieß es im Bierlinger Bürgerhaus bei der Seniorenfasnet der Seelsorgeeinheit Starzach. Mit vielen Passagieren stach das Schiff in die aufgewühlte See.
Die Grippewelle hat allerdings für einige Ausfälle im Programm gesorgt. Das musste bis auf den letzten Drücker aktualisiert werden, aber die für den erkrankten Pfarrer Franz Xaver Weber eingesprungenen Moderatorinnen Schwester Jelena und Elfriede Sacha bewiesen große Flexibilität.
Es war Fasnet wie früher: Schunkellieder, Polonaise, alte Schlager, Büttenreden und musikalische Beiträge sorgten für einen unterhaltsamen, kurzweiligen Nachmittag mit viel Humor. Die meisten Besucher kamen dem Motto gemäß kostümiert.
Die Fasnet im voll besetzten Bürgerhaus eröffnete das Seniorenteam der Kirchengemeinde mit einem selbst gedichteten, vielstrophigen Text zum Lied „Eine Seefahrt, die ist lustig“. Damit war das Thema vorgegeben. Langweilig ist es auf hoher See niemand geworden. Die christliche Seefahrt kann nämlich sehr aufregend sein.
Stürmische Zeiten auch in der Kirche
Ein Projektchor sang zusammen mit dem Seniorenteam über „stürmische Zeiten“. Diese gehen sogar an der Kirche nicht vorbei, denn es fehlt, wie der Bischof geschrieben habe, an Geld und Pfarrern. Da müsse jeder mit anpacken, heißt es in dem Text, das der Chor auf die Melodie von „Ein Mann, der sich Kolumbus nennt“ sang.
Die Piraten ließen nicht lange auf sich warten. Die Schüler der Bierlinger Grundschule, als Freibeuter verkleidet, durften sich austoben. Zuvor hatten die Kinder – einige Erwachsene trauten sich auch auf die Bühne zum Mittanzen - viel Spaß beim Fliegerlied.
Großen Beifall erhielt die Nachwuchsshowtanzgruppe der Narrenzunft Bierlingen für den gelungenen Auftritt „Shaun – das Schaf“. Die Kinder zeigten dabei ihre idyllische Farm mit den Tieren, und dort geht es immer recht lustig zu.
Abnehmen ist sogar auf See ein Thema. Mit ein paar Pfunden fängt es bekanntlich an, dann sind es ein paar Kilos, schließlich ist frau dick und rund. Das ist nicht gesund, sagt der Doktor. Es hilft nur eine Diät mit Joghurt, Zwieback und Salat, meinten die Wachendorfer Frauen Monika Hertkorn, Marlene Seifer, Hildegard Probst und Waltraud Schüle. Für ihre gesangliche Darbietung (auf die Melodie „Ein bisschen Frieden“) bekamen sie großen Applaus. Dann marschierten die Wachendorfer Vatertagskumpel ein. Sie sangen wie schön die Welt ist und wie wichtig gute Freunde im Leben sind.
Die Rolle des Käpt’n bei der Seniorenfasnet hatte Pfarrer Boniface Dasaa übernommen. Ludwig Baur erzählte in der Bütt, „wo alles immer schiefläuft“. Im Krankenhaus wird der Blinddarm statt der Mandeln entfernt, das gekaufte Gebrauchtauto bremst an der Ampel nicht, und beim Saunieren nimmt der Mann so ab, dass er am Ende wie eine getrocknete Pflaume aussieht.
Die Postbotin fällt aus allen Wolken
Bei einem weiteren Auftritt fiel Postbotin Johanna Volk fast aus allen Wolken, als sie die Adresse „An den lieben Gott“ liest. Über das Finanzamt hat sie den Brief der Oma, die in Geldnöten ist, aber dennoch weitergeleitet.
Am Schluss gab es einen großen Dank an alle Mitwirkenden und Helfer. Für Live-Musik sorgte das Duo Sepp und Verena.