Der Vorstand des Seniorentreffs und die Stadtspitze freuen sich über eine gute Zusammenarbeit (von links): Winfried Moret, Gertraud Finkenbeiner, Gerhard Laupp, Werner Lösch, Hans Mückstein, Ursula Lutz, Oberbürgermeister Jürgen Großmann und der Leiter des Ordnungsamts Achim Gräschus. Foto: Daniel Schneider

Der Seniorentreff „Mohren“ hat viel vor. Die Aktionen reichen von gemütlichen Gesprächen im „Mohrenstüble“ über Stocherkahn-Fahrten auf der Nagold bis zu Reisen auf der badischen Weinstraße. Auch Oberbürgermeister Großmann will sich einbringen.

Fahrten und Unternehmungen in nah und fern, aber auch einfach Gemeinschaft in der Nagolder Altstadt genießen – das sind die Ziele der neuen Vorstandschaft des Seniorentreffs Mohren.

 

Hans Mückstein, Vorsitzender des Gremiums, listet nicht ohne Stolz in der Stimme auf, was man seit der Wahl im Januar schon alles geschafft habe.

So fand etwa eine gemeinsame Fahrt zur Hochdorfer Brauerei statt. „Jetzt wissen wir alles, von den Anfängen der Braukunst in Hochdorf bis zum heutigen Tag“, fasst er die umfassende Führung durch den Betrieb zusammen.

Kuchen vom Konditormeister

Neben einem Frühlingsfest wurden auch die Geburtstage eines Quartals zusammen gefeiert. Der einstige Konditormeister regt an: „Wenn jemand ein Kaffeekränzchen abhalten möchte und Bescheid gibt, dann backen wir auch selbst.“

Sein Wunsch ist es, dass das einstige Gasthaus “Zum Mohren“ wieder zum geselligen Treffpunkt verschiedenster Leute wird, in dem man persönliche Kontakte pflegen und gemeinsame Aktivitäten machen kann.

Weinstraße und Stocherkahn-Fahrt

Und hier hat der Verein einiges zu bieten. Die nächste Fahrt geht am Mittwoch, 17. Mai, nach Baden-Baden sowie zur badischen Weinstraße.

Im Juni liegt die gemeinschaftliche Aktion hingegen deutlich näher. Dann trifft man sich im Stadtpark, um eine Stocherkahn-Fahrt auf der Nagold zu unternehmen, das gemütliche Beisammensein zu genießen oder Mini-Golf zu spielen.

Oberbürgermeister Jürgen Großmann ist tief beeindruckt von der Arbeit des Vereins. „Der Seniorentreff ist ein wichtiger Teil der Stadt“, bestätigt er. Denn ein lokaler Ort, an dem sich Menschen treffen und gemeinsam Aktivitäten planen können, sei für eine aktive Stadtgesellschaft unverzichtbar.

Im Gespräch mit dem Oberbürgermeister

Und das Stadtoberhaupt hat sogar noch eine Idee, wie er selbst auf die vielfältigen Angebote in der Querstraße 1 hinweisen könnte. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir im Mohrenstüble eine lockere Runde etablieren, in der man mit dem Bürgermeister einfach ins Gespräch kommen kann“, sinniert er.

Mit solch einer niedrigschwelligen Aktion könne man einerseits die Kommunalpolitik noch nahbarer, andererseits den Seniorentreff als Veranstaltungsort noch bekannter machen.

„Ich bin dankbar, dass Sie diese ehrenamtliche Arbeit machen“, betont der Oberbürgermeister seinen Respekt gegenüber dem ganzen Gremium.

Eine aktive Vorstandschaft

Denn mit seinem Engagement für die ältere Bevölkerung Nagolds ist Mückstein keinesfalls alleine. Die Vorstandschaft umfasst ein breites Spektrum an motivierten Menschen, die alle ihre jeweiligen Stärken mit in die gemeinsame Arbeit einbringen wollen.

Ein altes Wirtshausschild verweist auf die einstige Gaststättentradition des Seniorentreffs „Mohren“. Foto: Hofmann

So übernimmt Gertraud Finkenbeiner schon seit zehn Jahren die Bewirtung im „Mohren“, der einstige Lehrer Werner Lösch ist als Schriftführer des Vereins tätig.

Gerhard Laupp, in seinem aktiven Arbeitsleben Schriftsetzer, fungiert im Ruhestand nun als stellvertretender Vorsitzender. Winfried Moret, ehemals gelernter Bankkaufmann, bringt seine Fähigkeiten als Kassier ein.

Und wenn jemand bei einem der Feste oder auch nur beim gemeinsamen Kaffee die sorgsam gearbeitete Dekoration auf den Tischen bewundert, ist dies das Werk von Ursula Lutz, die lange Jahre in der Pfrondorfer Mühle gearbeitet hat.

Mohrenstüble

Öffnungszeiten
Der Seniorentreff ist jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Stadtgeschichte
Der Seniorentreff wurde 1977 gegründet und betreibt seither die Altentagesstätte in den städtischen Räumen des Gebäudes Querstraße 1 (Gasthaus Mohren).