Die Nachwuchsspielerinnen und -spieler des Lahrer Hockeyclubs stellten bei den verschiedenen Matches auf der Jubiläumsfeier ihr Talent unter Beweis. Foto: Baublies

Der Lahrer Hockeyclub wird dieses Jahr 75 Jahre alt – und blickt weiter optimistisch in die Zukunft. Gefeiert wurde am Samstag rund um und auf dem Kunstrasenplatz an der Dammenmühle. Dabei stellten die Kleinsten des Vereins ihr Können unter Beweis.

Bernd Dahlinger, als Vorsitzender des Vereins zuständig für die Finanzen, und sein Stellvertreter Jochen Bornemann, verantwortlich für den sportlichen Bereich, blickten beim Empfang auf eine lange Tradition von Hockey in Lahr zurück (wir haben darüber bereits ausführlich berichtet). Da die Sportanlagen an der Dammenmühle – Stichwort Sportkita – in den kommenden Jahren einen großen Veränderungsprozess erwarten, blickten beide sehr optimistisch nach vorne: Vom geplanten Zusammenschluss des HC Lahr mit dem Tennisclub seien Synergieeffekte zu erwarten. Bornemann sprach generell von einem „Miteinander“ und dem „Spaß an der Freude“.

 

Wie gut gerade die Nachwuchsarbeit des HC Lahr ist, zeigte sich vor dem Empfang an Spielen von Mannschaften der Jüngsten, den Kindern U 6, gefolgt von Spielen der Kinder U 8 sowie der Zehn- bis Zwölfjährigen. Eine gelungene Einlage war auch ein Match von Eltern gegen Kinder. Hier war der „Spaß an der Freude“ sehr unmittelbar zu erkennen. Da war es dann sogar egal, dass gelegentlich mehr als ein Ball im Spiel war und auch die Zuordnung der Tore – die Gestelle auf dem Platz und die erzielten Treffer – völlig nebensächlich waren.

Wichtig ist den Vorständen auch die unmittelbare Zukunft: Ein neuer Kunstrasenplatz, der am Ort des ersten Clubheims und des ersten Spielfeldes neu errichtet werden wird, ist ein dringend notwendiger Ersatz für das Spielfeld, das doch in die Jahre gekommen ist.

Oberbürgermeister Markus Ibert dankte dem Verein beim Empfang für dessen großes Engagement und die „hervorragende Jugendarbeit“. Er verwies auf verschiedene Meisterschaften und auf das legendäre Pfingsthockeyturnier, das in diesem Jahr vom 6. bis zum 9. Juni eine neue Auflage erleben wird.

OB Markus Ibert lobt auf Empfang Zusammenarbeit bei dem Projekt Sport-Kita

Sicher war sich der OB auch, dass „das Großprojekt Dammenmühle“ mit dem Bau der neuen Sportkita und einer „neuen Vereinsheimat für Hockey und Tennis“ sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten für das Geburtstagskind und den Hockeysport in der Stadt bieten wird. Was der Umbau der Anlagen an der Dammenmühle bedeutet, drückte Ibert so aus: „Mit diesem Projekt entsteht – nach dem Bürgerpark – ein zweites Sportzentrum in Lahr.“

Auf den Anlagen zwischen der Kernstadt und Sulz entstehe ein „ähnlicher Sport- und Bewegungsmagnet“, der – neben dem Hockeyclub – auch den Turnverein, den Tennisclub und den Sportclub sowie viele Einwohner der gesamten Stadt bewegen werde. Dazu gehöre auch die zentrale Lage der neuen Sport-Kita „inmitten dieser vier großen Lahrer Vereine“. Ibert lobte hier zudem ausdrücklich die Tatsache, dass die Idee der Sport-Kita zusammen mit Lahrer Sportvereinen entstanden ist und von diesem auch mitgetragen wird. Das sei „ein vorbildliches Zusammenspiel von Verein und Bildungseinrichtung“, freute sich der OB.

Verein ehrt auf der Feier langjährige Mitglieder

Der Hockeyclub einen neuen Ehrenvorsitzenden. Beim Empfang ernannte Vorstand Dahlinger seinen Vorgänger Fritz Tremmel zum Ehrenvorsitzenden. Renate Hagedorn und Stefanie Kremling-Deinert wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Alle drei haben sich neben einer langen Zugehörigkeit zum Verein in besonderem Maß für den Hockeysport in Lahr engagiert. Geehrt für 73 bis 65 Jahre wurden Rita, Kremling, Renate Hagedorn, Peter Schwerer, Fritz Tremmel, Bernhard Himmelsbach, Klaus Mangold, Carl Manfred, Horst Heidt, Jürgen Hirth, Wolfgang Pfeiffer, Mario Rittweiler, Rosemarie Villinger und Albrecht Zwirner. Auf 60 Jahre im Verein bringen es Wilfried Bachnick, Bernd Dahlinger, Eckard Manzke. Für 50 Jahre geehrt wurden Petra Hagedorn-Lang, Ute Wagenmann, Julius Erlewein, Stefanie Kremling-Deinert, Andreas Kremling, Jochen Bornemann und Ulla Tremmel. 40 Jahre dabei sind Sebastian Erlewein und Esther Frischauf.