Seit 2019 blicken etliche Interessierte in das Klostermuseum in Schuttern herein und bewundern die Ausgrabungen. Foto: Bohnert-Seidel

Im Jahr 2019 ist das neu gestaltete Klostermuseum in Schuttern eröffnet worden – bis heute hat es dort mehr als 1000 Menschen hingezogen. Und auch weiterhin bricht das Interesse an den Ausgrabungen nicht ab, macht der Historische Verein deutlich.

Nach fünf Jahren Pause war es für den Historischen Verein Schuttern wieder an der Zeit, seine Mitglieder über die vergangenen Aktivitäten zu berichten. Mit großem Respekt und Dank blickten die Mitglieder auf die Vereinsaktivitäten, die vor allem viele Fäden im Hintergrund zugunsten Schutterns Geschichtsaufarbeitung zusammenfließen ließen.

 

Als eine der größten Errungenschaften dürfte die Eröffnung des neu gestalteten Klostermuseums im Jahr 2019 gelten. Mehr als 1000 Menschen hätten in der Vergangenheit dieses besucht und zeigten sich auch weiterhin hoch interessiert an den Ausgrabungen, resümierte Matthias Rudolf in seinem Abschlussbericht. Über einen Audio-Guide lasse sich in die Klostergeschichte zusätzlich in drei Sprachen – Deutsch, Englisch und Französisch – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene eintauchen. Gereinigt und restauriert wurde das Chronogramm im ehemaligen Refektorium im Pfarrhaus und geputzt das historische Mosaik in der Ausgrabung. Viele Projekte wurden vom stellvertretenden Vorsitzenden Manuel Hugelmann angestoßen und begleitet. So auch die Sanierung der historischen Kirchentür der ehemaligen Klosterkirche. Hugelmann zählt auch zu den Autoren, die sich in die Gestaltung des Ortsfamilienbuchs eingebracht haben. Dass sich mittlerweile die historischen Schriften, die im vergangenen Jahr rein zufällig im Kirchturm gefunden wurden, restauriert sind, bestätigte Altortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf. Aus der künftigen Übersetzung der Schriften lasse sich ein Mehrwert für Schutterns Geschichte ziehen, so Kopf weiter.

Für das Jahr 2025 ist ein Klostermodell aus Bronze geplant

Der Historische Verein hat mit Emanuel Engel aus Friesenheim nun einen neuen Vorsitzenden. Der bisherige Vorsitzende Matthias Rudolf bleibt Beisitzer, hat sich jedoch aus beruflichen und privaten Gründen in die zweite Reihe zurückgezogen. Nach der Wahl betonte Engel, dass er sich mit Leib und Seele der Geschichte verbunden fühle und sich mit ganzem Herzen für die Entwicklung des Vereins einbringen wird. Angedacht sei für das Jahr 2025 ein in Bronze gegossenes Klostermodell, das die barocke Darstellung des ehemaligen Klosters dem Betrachter in 3D-Optik vor der Kirche offenbaren soll. Die begehrten Veranstaltungen „Donnerstags in der Ortenau“ während der Sommermonate mit Klosterführungen sollen auch künftig wieder stattfinden. Außerdem freue sich der Vorstand auf Vorträge mit der Historikerin Marita Blattmann sowie Gerhard Silberer.

Im Jahr 2027 soll ein großes Fest gefeiert werden

Im Jahr 2027 will der Verein das historische Datum „700 Jahre Stadtrecht Schuttern 1327“ aufgreifen und ein Fest feiern. Für diese Feierlichkeiten hat auch Ortsvorsteher Jürgen Silberer seine Unterstützung zugesagt. „Dafür werden wir alles rausholen“, versicherte Silberer. Dankbar ist er für den Abschluss des Ortsfamilienbuchs, das am 19. Dezember, ab 18 Uhr nicht nur in der Offohalle vorgestellt wird, sondern auch dort zum sofortigen Verkauf stehe.

Neben Engel ist Manuel Hugelmann zum Stellvertreter gewählt worden, Christa Surbeck ist Rechnerin und Fabian Pagel ist Schriftführer. Beisitzer sind Alfred Kopf, Matthias Rudolf, Roland Gutbrod, Marlon Reger, Klaus Schneider. Kassenprüfer sind Katharina Stoll und Gerhard Silberer.

Info – Ehrenmitglieder

Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Karl-Heinz Geppert, Heinrich Heringer, Monika Mast, Doris Mieth, Theodor Tebbe, Fritz Meyer, Karlheinz Eble, Günter Mussler, Ekkehard Klem und Christel Ehrhardt.