Der Nagoldtalsee ist vor allem im Sommer ein Anziehungspunkt für viele. Foto: Blaich Foto: Schwarzwälder-Bote

Umweltschutzbeauftragter Hermann Rastetter legt Bilanz zur Nagoldtalsperre vor

Von Ursula Blaich

 

Seewald. Seinen Saisonbericht vom Nagoldstausee legte Hermann Rastetter, Gemeindevollzugsbediensteter und Umweltschutzbeauftragter, dem Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung vor.

Zum ersten Mal wurden die Wetterdaten in den Jahresbericht miteinbezogen. Die Saison 2010 war demzufolge durch große Temperaturschwankungen gekennzeichnet. Die durchschnittliche Sonnenscheindauer lag unter dem langjährigen Mittelwert, wodurch sich ein geringerer Badebetrieb erklären lässt.

Problematisch sei die Parksituation an den schönen Wochenenden gewesen, an denen die Besucher in Strömen an die Nagoldtalseen kamen, erläuterte Rastetter. Als die Parkplätze dann nicht mehr ausreichten, sei beliebig und unerlaubt geparkt worden. Dies führte zu 677 Ordnungswidrigkeiten, die sich hauptsächlich aufs Parken bezogen. Aus diesen Ordnungswidrigkeiten ist der Gemeindekasse ein Betrag von 7100 Euro zugeflossen. Für den Sicherheitsdienst, der jeweils an den Wochenenden am Stausee seine Runden gemacht hat, wurden rund 12 000 Euro von Seiten der Gemeinde investiert. Besondere Überwachungsschwerpunkte waren im vergangenen Jahr wiederum das unerlaubte Grillen außerhalb der gekennzeichneten Feuerstellen sowie die Probleme mit nicht angeleinten Hunden. Außerdem ist Grillen und Feuermachen am Stausee nur noch bis 21 Uhr erlaubt.

Die Fischereisaison an der Nagoldtalsperre hat im vergangenen Jahr erst am 1. Mai begonnen und zwar mit zwei grundsätzlichen Änderungen. Für die Vorsperre und für die Hauptsperre ist jeweils eine getrennte Erlaubnis erforderlich.

Die Vorsperre wurde zum reinen Fliegengewässer erklärt, in der Hauptsperre dürfen alle zulässigen Angeltechniken ausgeübt werden.

Auch die DLRG-Bereitschaft war im Sommer wieder gefordert. An 38 Tagen leisteten fünf Ortsgruppen der DLRG mit ihren Rettungsschwimmern, Einsatztauchern, Bootsführern, Wachleitern und Sanitätern rund 2800 ehrenamtliche Einsatzstunden am Stausee. Der Fokus der Hilfeleistungen bei Sanitätseinsätzen lag wie auch in den Jahren zuvor außerhalb des Gewässers.

Die Wasserqualität am See war gut. Es gab keine Beanstandungen seitens des Gesundheitsamts. Auffallend war die starke Algenbildung im Uferbereich der Vorsperre. Ein großes Problem war laut Hermann Rastetter das Müllaufkommen und die Müllentsorgung an der Nagoldsperre. Für die Müllbeseitigung entstanden Kosten in Höhe von 21 100 Euro. Als eine absolute Bereicherung bezeichnete Rastetter das Wasserspielgelände und den Eisvogelpfad.