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Seewald Keine Sperrung der L 362 dank Frosch-Schützern

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Waldpädagogin Yvonne Krämer an der Straße entlang der Nagoldtalsperre. Dort wird auf einer Länge von drei Kilometern ein Krötenschutzzaun aufgebaut. Foto: Stadler

Seewald-Erzgrube - Beinahe hätte die Landesstraße 362 in den nächsten Wochen wegen der Amphibienwanderung gesperrt werden mussten – doch dank engagierter Helfer bleibt die Straße frei, und die Erdkröten, Grasfrösche und Molche sind trotzdem sicher.

Sobald die Temperaturen in der Nacht milder werden, startet die Reise der Amphibien in Richtung Laichgewässer. Erdkröten, Grasfrösche und Molche machen sich dann auch vom Wald bei der Nagoldtalsperre auf den Weg zum Wasser.

Dabei müssen die Tiere die Landesstraße 362 überqueren – und das kann für die Amphibien tödlich enden. Zunächst war daran gedacht, die Straße zwischen Staumauer und Ortseingang Erzgrube für den Verkehr zu sperren, falls sich niemand findet, der den Amphibienschutz im Ehrenamt übernimmt.

Die in Pfalzgrafenweiler lebende Yvonne Krämer hatte den Aufruf in der Zeitung gelesen und spontan entschieden, sich um den Amphibienschutz an der Nagoldtalsperre zu kümmern. Als Organisatorin koordinierte sie nun bis Ende April den Einsatz einer Gruppe Ehrenamtlicher.

Doch bevor deren Arbeit beginnt, wird entlang der Straße Richtung Wald auf einer Strecke von etwa drei Kilometern in den nächsten Tagen ein Krötenschutzzaun errichtet. In Kooperation mit dem Landkreis übernimmt diese Aufgabe der Bauhof der Gemeinde Seewald.

Entlang des Zauns werden in Abständen von zehn bis 15 Metern Eimer in den Boden eingelassen, deren Boden mit Moos ausgelegt wird, so Yvonne Krämer. Die Kröten und Molche, die darin nachts aufgefangen werden, tragen die Ehrenamtlichen im Laufe des Vormittags über die Straße zum Wasser – und das täglich von 18. März bis Ende April.

Die Helfer, so Krämer weiter, sind jeweils mit drei Eimern ausgestattet: einer für männliche Tiere, einer für Paare und der dritte für Molche. Paare deshalb, weil sich die männlichen Tiere gerne an den Weibchen festklammern und auf deren Rücken befördern lassen. "Trennen kann man sie kaum voneinander, sie klammern sich fest und wehren sich mit Tritten", berichtet die Waldpädagogin. Sie freut sich auf die Aufgabe, denn sie verbinde Naturschutz mit frischer Luft.

"Irre viele Kröten wandern im Bereich rund um die Erzgrube", hat Yvonne Krämer beobachtet. In den vergangenen Jahren waren es pro Saison bis zu 10 000, die sich auf den Weg ins Wasser gemacht hatten, dies belegen statische Aufzeichnungen.

Bislang haben sich zehn bis 15 Freiwillige gemeldet, die ehrenamtlich mitwirken und neben einer Aufwandsentschädigung auch Benzingeld erhalten.

Eine Schulklasse aus Seewald, die vom Umweltbeauftragten Thomas Nägele begleitet wird, beteiligt sich daran, die Amphibien über die Straße zu tragen. Weiter Helfer werden aber noch gesucht, insbesondere für die Zeit außerhalb der Osterferien. Yvonne Krämer koordiniert, wer wann im Einsatz ist. Sie ist unter der Telefonnummer 07445/83 12 38 erreichbar. Die Waldpädagogin appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die auf der L 362 am Seeufer unterwegs sind, vorsichtig und rücksichtvoll zu fahren, um weder die Tiere noch die Helfer zu gefährden.

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