Nagoldtalsperre: AfD-Sprecher empört über geschlossene WCs

Seewald-Erzgrube. Als "höchst bedenklich" und "untragbar" bezeichnet Günther Schöttle, Sprecher des AfD-Kreisverbands Calw-Freudenstadt, die hygienischen Zustände, die am langen ersten Mai-Wochenende an der Nagoldtalsperre zu erleben gewesen seien.

Das Gewässer habe mehrere Tausend Besucher angelockt, so Schöttle in einer Pressemitteilung. Die Gemeinde Seewald habe die öffentlichen Toiletten aus Gründen der Hygiene geschlossen. So hätten es Anwohner und Tagesgäste berichtet, die sich über die Verhältnisse beschwert hätten.

Seit Jahren, so Schöttle, wüssten die Verantwortlichen, dass an solchen Feiertagen das Erholungsgebiet als Besuchermagnet wirke. Dennoch hätten sie es versäumt, hygienische Mindeststandards sicherzustellen. Während Regierungen und Verwaltungen mit Recht verschärfte Hygienemaßnahmen zur Gesundheitsvorsorge einforderten und die Bürger dazu aufgerufen seien, die Ferien in heimatlichen Gefilden zu verbringen, bewirke die Schließung von öffentlichen WC-Anlagen das genaue Gegenteil, so Schöttle.

Die hundertfache Verrichtung der Notdurft in freier Natur und in Nähe zum Wasser sei angesichts der herannahenden Badesaison nicht zu verantworten, so der AfD-Sprecher weiter. Schöttle betont, dass die Entfernung der Hinterlassenschaften der Wochenendgäste nicht den Waldbesitzern auferlegt werden könne. Er verlangt, umgehend hygienische Mindeststandards herzustellen sowie Maßnahmen zum Gewässer-, Personen-, Tier- und Seuchenschutz einzuleiten.