Der Gemeinderat Seewald brachte das Verfahren zur ersten Änderung des Bebauungsplans Mönchweg auf den Weg. (Symbolfoto) Foto: Kahnert

Anfragen von Bauwilligen liegen vor. Grundstücke sind zu groß - Interessenten wollen kleinere Grundstücke.

Seewald - Einstimmig brachte der Gemeinderat Seewald in seiner jüngsten Sitzung das Verfahren zur ersten Änderung des Bebauungsplans Mönchweg auf den Weg. Im vereinfachten Verfahren sollen die Träger öffentlicher Belange und Behörden durch Auslage der Pläne für die Dauer eines Monats beteiligt werden.

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden ist im vereinfachten Verfahren nicht notwendig. Rainer Autenrieth vom Ingenieurbüro für Bauwesen in Dornstetten erläuterte die Planungen und die Gründe für die Änderung des seit 1977 geltenden Bebauungsplans. "Das dort vorgesehene Baufenster für große Gebäude passt nicht mehr in die aktuelle Interessenlage, vielmehr möchte man dort Einzelwohngebäudeformen bauen. Dies macht aber eine Änderung der Vorgaben notwendig", erklärte Autenrieth.

Die Änderungen würden nur den zeichnerischen Teil betreffen, der Textteil soll wegen des höheren Aufwands bestehen bleiben. Sollte es dabei in Bezug auf die Festsetzungen im Bebauungsplan konkrete Änderungswünsche geben, müsse man diese über Sonderänderungen ermöglichen, so Autenrieth.

Bürgermeister Gerhard Müller teilte mit, dass der Gemeinde konkrete Anfragen von Bauwilligen vorliegen. Für die Flurstücke in Gemeindebesitz hätten sich mehrere Interessenten gemeldet, die jedoch kleinere Grundstücke mit kleineren Gebäudeabmessungen wünschten. Gemeinderat Fritz Müller (Vereinigter Seewald) fragte nach der Zufahrtsregelung für das in Privatbesitz befindliche Grundstück.

"Diese Regelung hätte früher getroffen werden müssen, die Zufahrtsmöglichkeit ist in Privatbesitz, hier könnte man versuchen, Gespräche zu führen", entgegnete Müller. Bisher fehle ein privatrechtliches Überfahrtsrecht.

Gemeinderat Martin Rebstock (VS) fragte, ob es möglich sei, die Kosten für ein Umsetzen des Verteilerkastens der Telekom auf dem Grundstück auf die Erschließungskosten umzulegen.

Gemeinderat Jochen Bier (VS) schlug vor, nur zwei Plätze auszuweisen, um dann eine entsprechende Zufahrt schaffen zu können. "Nachdem wir kaum Bauplätze zur Verfügung stellen können, wäre es schade, noch einen weiteren zu verlieren", sagte Bürgermeister Müller. Es gehe im Moment noch nicht um den Zuschnitt der Fläche, sondern lediglich darum, das Verfahren in Gang zu bringen. In weiteren Gesprächen wolle man klären, was möglich sei.

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