Stolz präsentiert Pfarrer Michel seinen Gemeindemitgliedern sein neues Fahrzeug, das ihm durch eine Initiative in der Seelsorgeeinheit Bregtal zur Verfügung gestellt werden konnte. Foto: Pfarrer Michel

Es war eine wortwörtlich lange Reise: Jetzt kam das langersehnte Fahrzeug bei Pfarrer Michel in Kamerun an.

Ein Auto für Pfarrer Michel Alain Mvondo Ndi: Damit wollte im vergangenen Sommer eine Initiative aus der Seelsorgeeinheit Bregtal, in der Pfarrer Michel 2022 bereits zum siebten Mal für einige Wochen als Ferienvertretung wirkte, ihn für seine Arbeit zu Hause in Kamerun ausstatten. Es kam nach dem Spendenaufruf auch schnell die benötigte Summe zusammen, um ein gebrauchtes Allradfahrzeug kaufen zu können. Pfarrer Michel konnte während seines Aufenthalts in Furtwangen das Auto sogar selbst noch begutachten.

Doch nicht ganz so einfach war es dann, das Fahrzeug zu Pfarrer Michel in seine Pfarrei in Kamerun zu transportieren. Erst Ende Januar erreichte das Fahrzeug sein Ziel. Die Initiative hatte zwar schnell eine Spedition gefunden, die den Transport zu günstigen Bedingungen übernehmen würde wie bereits vor Jahren für das erste Auto für Pfarrer Michel. Das Fahrzeug wurde auf Vordermann gebracht und am 16. September durch die Initiative ins Ruhrgebiet zu dem Transportunternehmen gefahren. Doch dann stockte der Transport in Antwerpen. Das vorgesehene Schiff legte ohne das Furtwanger Fahrzeug ab. Denn erst wenn genug Fahrzeuge für den Transport nach Kamerun zusammengekommen sind, sind die Hafengebühren je Auto in einem akzeptablen Rahmen.

Anfang Januar geht die Reise los

Anfang Januar konnte das Schiff mit dem Auto Richtung Afrika auf Reisen gehen. Eine gebürtige Furtwangerin besuchte dann Pfarrer Michel in seiner Gemeinde und konnte noch Geld aus dieser Spendenaktion überbringen, womit unter anderem auch die Gebühren für Zoll, Steuer und Zulassung sowie für einen Werkstattbesuch finanziert wurden. Inzwischen ist Pfarrer Michel schon mehr als 500 Kilometer damit unterwegs gewesen und ganz glücklich.

Vor einigen Jahren hatte Pfarrer Michel schon einmal ein Auto dank Unterstützung aus dem Bregtal zur Verfügung. Selbst mit einem solchen Fahrzeug ist eine Fahrt zu den Stationen in der Pfarrgemeinde mit Entfernungen bis zu zehn Kilometern ein Abenteuer. Foto: Pfarrer Michel

In einem Schreiben dankt Pfarrer Michel den Spendern: „Ich grüße Sie herzlich von meinen Kirchengemeinden Assie und Abang-Betsenga tief im äquatorialen Regenwald in Kamerun. Immer schwierig ist es, diese Gemeinden zu erreichen. Selbst jetzt im Januar, wenn keine Regenzeit ist, sind die Wege voller ausgewaschener Furchen und tiefer Löcher. Ich bin Ihnen sehr dankbar dass Sie mir jetzt ermöglicht haben, ein Allradauto zu kaufen: Denn der frühere Suzuki ist kaputt gegangen.“ Bisher habe er mit einem Motorrad die Strecke bewältigen müssen. „Das war jedes Mal ein Abenteuer. Und meiner Gesundheit auch nicht zuträglich. Jetzt freue ich mich auf mein neues Auto, auf einen Toyota RAV4: Eine Marke, die hier in Kamerun zu Hause ist und die, falls erforderlich, jedermann reparieren kann. Ich grüße Sie herzlich aus Kamerun und freue mich auf ein Wiedersehen mit Ihnen im Schwarzwald.“