Von links nach rechts: Dekanatsreferent Achim Wicker, Berthold Stroppel, Petra Graf, Pater Augusty Kollamkunnel Foto: Dekanat

Im Zuge des diözesanen Prozesses „Kirche der Zukunft“ stehen Veränderungen bevor.

Im Prozess „Kirche der Zukunft“ hat der Diözesanrat Ende November 2025 zentrale Eckpunkte beschlossen, die Bischof Klaus Krämer in Kraft gesetzt hat. Damit sind wichtige Weichen für das Projekt „Seelsorge in neuen Strukturen“ gestellt. Ziel ist es, die derzeit 1020 Kirchengemeinden der Diözese künftig in 50 bis 80 sogenannte Raumschaften zusammenzuführen.

 

Für das Dekanat Balingen bedeutet dies, dass aus den aktuell 26 Kirchengemeinden sowie drei Gemeinden für Katholiken anderer Muttersprache – den kroatischen Gemeinden in Balingen und Albstadt sowie der italienischen Gemeinde in Albstadt –, die bislang in sechs Seelsorgeeinheiten organisiert sind, künftig eine bis maximal drei neue Kirchengemeinden entstehen sollen.

Bei zwei Informationsveranstaltungen wurden mehr als 100 Kirchengemeinderäte, Pfarrer sowie pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Dekanat über den Stand des Projekts und die nächsten Schritte informiert. Dabei zeichnete sich eine erste Tendenz ab, zwei Raumschaften zu bilden.

Erster Vorschlag bis Ende April

Bei der Neuordnung sollen verschiedene Kriterien berücksichtigt werden, darunter Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Räumen, die Orientierung an den Lebensbezügen der Menschen, ökumenische Zusammenhänge sowie topografische Gegebenheiten und Entfernungen. Kirchengemeinden und Seelsorgeeinheiten haben nun bis Ende April 2026 Zeit, einen ersten Vorschlag zur Umschreibung der neuen Raumschaften zu erarbeiten und beim Dekanat einzureichen.

Die Steuerung dieses Projektabschnitts liegt auf Dekanatsebene. Dazu wurde eine Steuerungsgruppe mit Dekan Pater Augusty Kollamkunnel, Dekanatsreferent Achim Wicker, dem Leiter des Verwaltungszentrums, Berthold Stoppel, sowie der Vorsitzenden des Dekanatsrats, Petra Graf, gebildet.

Sorgen und Skepsis?

In einem Schreiben an die Dekanatsleitung weist Bischof Krämer darauf hin, dass die anstehenden Veränderungen auch Sorgen und Skepsis auslösen könnten. Parallel zur Phase der Neuordnung sollen jedoch bereits die nächsten Schritte vorbereitet werden. Krämer freue sich über erste Ideen aus den Kirchengemeinden.