Der Kirchengemeinderat in Seedorf warf einen Blick auf das neue Jahr 2026. Unter dem Motto „Segel setzen – statt Anker werfen“ bleiben sie trotz Veränderungen zuversichtlich.
Der katholische Kirchengemeinderat Seedorf hat sich zur Klausur getroffen, um die Weichen für das neue Jahr zu stellen. Im Mittelpunkt stand dabei die Suche nach einem Jahresmotto, das sowohl Mut macht als auch Orientierung gibt.
Nach intensiven Gesprächen einigte sich das Gremium auf den Leitsatz „Segel setzen – statt Anker werfen – Gemeinde im Aufbruch“. Die Kirche steht derzeit nämlich vor großen strukturellen und finanziellen Herausforderungen, so der Kirchengemeinderat in einer Mitteilung. Die Diözese Rottenburg Stuttgart arbeite im Rahmen verschiedener Zukunftsprozesse daran, auf Mitgliederverlust, sinkende Kirchensteuerkraft und den Rückgang pastoralen Personals zu reagieren.
Nutzung von Gebäuden müsse anpasst werden
Auch die Bildung größerer pastoraler Einheiten werde die Gemeinde in den kommenden Jahren begleiten. Im Zuge dieser Entwicklungen rücke auch das Gebäudethema stärker in den Blick. Wie vielerorts gelte es, kirchliche Immobilien verantwortungsvoll zu bewerten und ihre zukünftige Nutzung an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen, heißt es. Diese Aufgabe betreffe auch die Kirchengemeinde St. Georg.
Trotz dieser anspruchsvollen Rahmenbedingungen blickt der Kirchengemeinderat Seedorf zuversichtlich nach vorn. Die Klausur habe deutlich gezeigt: Die Verantwortlichen wollen gestalten, nicht verwalten. Sie möchten die Gemeinde aktiv in den kommenden Wandel führen, Chancen erkennen und gemeinsam neue Wege gehen. „Mit dem neuen Jahresmotto im Rücken und viel Teamgeist im Herzen startet der Kirchengemeinderat nun in ein Jahr, das Herausforderungen bereithält, aber ebenso viele Möglichkeiten eröffnet“, zeugt er sich optimistisch.