Der Schelklewiesenweiher in Baiersbronn ist wieder dicht – und gefüllt. Der See war eines von vielen Themen der Fragestunden im Gemeinderat.
Einen Rundumschlag gab es bei den Fragestunden von Einwohnern und Ratsmitgliedern in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Im Rosensaal hatten sich zahlreiche Schüler der Werkrealschule eingefunden, um kommunalpolitische Themen sozusagen hautnah zu verfolgen. Bürgermeister Michael Ruf freute sich über das Interesse und beantwortete im Namen der Verwaltung einige Fragen aus den Fraktionen.
Wanderwege Unter anderem fragte die Bezirksbeiratsvorsitzende von Baiersbronn, Franziska Braun, nach der Instandsetzung der Wanderwege im Bereich Holzweg und Sankenbach, die durch die massive Holzernte doch sehr gelitten hätten. „Das wird zeitnah erfolgen“, versprach der Bürgermeister.
Schelklewiesenweiher Zu einer weiteren Frage Brauns zum Zustand des Weihers auf der Schelklewiese führte Ruf aus, dass die undichte Stelle, die für „mehr Wasserabfluss als -zufluss“ gesorgt hatte, repariert wurde und so der Wasserpegel wieder auf dem normalen Niveau sei. „Dem See und damit der Tier- und Pflanzenwelt dort geht es gut“, sagte er.
Parkplätze Gemeinderat Ingo Christein (CDU) fragte nach dem weiteren Baufortschritt der Parkplätze der Alten Krone und dem ehemaligen Café Klumpp. „Der Hochwasserschutz im Sankenbachtal verschiebt sich nach hinten, die Parkplätze sollen in Absprache mit dem Eigentümer als Baustelleneinrichtung dienen, daher wird es dieses Jahr keine Änderung geben“, erklärte Bauamtsleiter Daniel Armbruster.
Gartendorf Ratsmitglied Michael Seitz (SPD) hatte dieselbe Frage wie ein Einwohner und erkundigte sich nach den Grundstücken beim Gartendorf. „Wir erarbeiten gerade die Grundlage für die Zuschnitte der Grundstücke, dann können wir die Kosten ermitteln, und dann möchten wir noch in diesem Jahr zusammen mit dem Gemeinderat die künftige Nutzung festlegen“, erklärte Kämmerer Jochen Veit.
Jugendgemeinderat Passend zur großen Präsenz der Jugendlichen erkundigte sich Gemeinderat Philipp Bayer (SPD) nach Möglichkeiten der Schaffung eines Jugendgemeinderats. „Wir werden am 15. Oktober wieder ein Jugendforum abhalten, dort können die Jugendlichen ihre Wünsche äußern. Ein Jugendgemeinderat muss auch interessierte Jugendliche voraussetzen, und der Verwaltungsaufwand ist höher“, gab Ruf zu bedenken.
Umleitungsstrecke Ludwig Wäckers (BUB) lobte die Verkehrsregelung per Ampel auf der Umleitungsstrecke in Klosterreichenbach. „Ist dort eine dauerhafte Ampelanlage möglich?“, fragte er. „Für die Fußgänger ist es so in jedem Fall sicherer.“ Wäckers bat die Verwaltung um Prüfung.
Energiemanager Lutz Hermann (FDP/UBL) fragte nach Maßnahmen der Verwaltung, Energie einzusparen, aufgrund der aktuellen Preissteigerungen mache das Sinn. „Wir prüfen permanent Möglichkeiten, Energie einzusparen, wir haben auch die Stelle eines Energiemanagers ausgeschrieben“, antwortete Ruf.
Wärmenetz Udo Keck (FWV) fragte nach dem weiteren Ausbau des Wärmenetzes in Klosterreichenbach und ob die Gemeinde finanzielle Vorteile durch die Verwendung von Häckselgut aus dem Gemeindewald erzielen konnte. „Es hat sich tatsächlich als wirtschaftlich gute Sache erwiesen, wir können den Prozess sicher auch noch optimieren“, so Thorsten Wurster von den Gemeindewerken. Nachfragen bei möglichen Anschlussnehmern für das Wärmenetz fielen aber abwartend bis ablehnend aus.
Recycling-Center Christine Günter (FW) wünschte sich verlässliche Öffnungszeiten des Recycling-Centers in Schwarzenberg. Sie könne sich auch vorstellen, dass Bürger bereit seien, bei Krankheitsfällen einzuspringen, um Schließungen zu vermeiden.
Wasserkraft Christoph Steudinger (FWV) fragte, wann das Wasserkraftwerk Rauhfelsen wieder in Betrieb gehen könne. „Die Druckprüfung steht noch aus, wir finden keine Firma, die das übernehmen kann“, sagte Michael Ruf. Zudem sei eine zusätzliche Schadstelle gefunden worden, die noch saniert werde.