Mitarbeiter des Glücksgriffs, Vertreter von Caritas und Stadt freuen sich über die Eröffnung des neuen Secondhand-Geschäfts in der Unterstadt an der Staig, darunter waren bei der offiziellen Eröffnung Bürgermeister Philipp Hahn (links), Pater Hans Pfeifer (Vierter von rechts), Caritas-Geschäftsführer Hartmut von Schöning nebst Isabell Buck-Vasiliadis (zweite von rechts). Foto: Alexander Kauffmann

Vom Schlossplatz in die Hechingen Unterstadt: Die Caritas verlagert ihren Secondhand-Laden „Glücksgriff“ mit Postfiliale. Das sind die Öffnungszeiten.

Der Secondhand-Laden der Caritas hat im ehemaligen Schuhgeschäft Trendfreu an der Staig eröffnet. Caritas-Geschäftsführer Hartmut von Schöning: Es sei etwas „ganz ganz Großes in ganz ganz kurzer Zeit geschaffen worden“.

 

Tatsächlich hatten die Mitarbeiter des „Glücksgriffs“ in den vergangenen Monaten alle Hände voll zu tun. Isabell Buck-Vasiliadis, die das Secondhand-Team organisiert, beschreibt die vergangenen Monate bei der Eröffnung so: „Wir haben gefühlt Tag und Nacht gearbeitet.“

Inzwischen sei sie „ganz begeistert“, wenn sie die neuen Räume betritt. Zuvor waren sie und das Verkaufspersonal im ehemaligen Geschäft am Schlossplatz, dessen Pforten seit dem 30. November 2025 aufgrund des Umzugs geschlossen waren.

Postfiliale trägt zur Frequenz bei

Der neue Standort bietet dahingehend einige Vorteile. Buck-Vasiliadis beschrieb die Räume in der Oberstadt nicht umsonst als „ziemlich versteckt“. Von dem Verkaufsraum an der Staig erhofft sie sich mehr Frequenz und eine höhere Reichweite. Dazu beitragen soll auch die Postfiliale, zu der Kunden über das Secondhand-Geschäft gelangen. Dieser Bereich mit der kleinen Auswahl an Schuhen gehört nach wie vor zum Schuhhandel Weith - der zuvor im gesamten Bereich eingemietet gewesen war.

Der Secondhand-Laden verkauft günstig bereits getragene Kleidung, die regelmäßig gespendet wird. Das Second-Hand-Geschäft ist nicht auf Gewinn ausgerichtet. Mit den Einnahmen werden unter anderem die laufenden Kosten, etwa Mitarbeiter, Miete und Strom, bezahlt.

Keine Zugangsbeschränkung

Einkaufen können im Secondhand-Geschäft übrigens alle, die bereits getragene Kleidung kaufen wollen. Es gibt keine Zugangsbeschränkung. Fündig kann man dort augenscheinlich werden: „Es gibt alles, was eine Familie brauchen kann“, sagt Hechingens Bürgermeister Philipp Hahn bei der Eröffnung. Zu sehen sind in den Regalen Mäntel für 16 Euro, Schuhe für 15 Euro und laut Schild „Jacken ab 5 Euro“.

Er betonte, dass die Kleidung mit dem Geschäft eine „zweite Verwendung“ findet - und nicht nach kurzem Tragen entsorgt und ganz neu gekauft werden muss. Für Hans Pfeifer, Pater bei den Weißen Vätern, zeigt sich an diesem Projekt, dass sich die Liebe in Taten zeigt. Genau dafür stehe der neue Glücksgriff-Standort, zumal der Raum über seine ursprüngliche Aufgabe hinaus ein Ort „für Gespräche und Begegnungen“ sein wird.

Die Lacher hatte der Pater der Weißen Väter auf seiner Seite: Geweihtes Wasser füllte er in eine Kunststoffflasche, um den Raum, aber auch die bei der Eröffnung anwesenden Personen, mit ungekannt großen Spritzern zu segnen.

Neuer Standort, neue Vorteile

Der Umzug des Glücksgriffs vom Schlossplatz in die Unterstadt ist nicht der erste, den die Mitarbeiter der Caritas in jüngster Vergangenheit bewältigt haben. Seit dem 4. Dezember befindet sich nämlich auch der Tafelladen unterhalb des Oldtimer-Museums, also in direkter Nähe zum Secondhand-Standort. Auch der neue Tafelladen-Standort in der Unterstadt hat mehrere Vorteile, wie Buck-Vasiliadis – die Marktleiterin ist – im Gespräch mit unserer Redaktion erläutert.

Einerseits werde die schwierige Parkplatzsituation am Schloßplatz gelöst. Dazu müssen Kunden nicht im Regen, im Schnee oder in der Hitze vor der Eingangstür warten. Unterhalb des Oldtimer-Museums bietet ein Vordach Schutz vor Wind und Wetter.

Die Öffnungszeiten des neuen Glücksgriff-Standorts: montags bis freitags von 9 Uhr bis 12.30 Uhr sowie montags und donnerstags zusätzlich von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr.