So fand Anita Neidhardt-März den Eingangsbereich des B9-Ladens in Villingen-Schwenningen vor. Foto: Anita Neidhardt-März

Bereits vor Ladenöffnung stand die Rampe des B9-Secondhandshops voller Gerümpel. Für Anita Neidhardt-März und ihr Team bedeutete das stundenlanges Aufräumen.

Bereits vor Ladenöffnung am 28. Februar stand die Rampe des B9-Secondhandshops in Villingen-Schwenningen voller Gerümpel. Anita Neidhardt-März und ihr Team waren schockiert über das Ausmaß des Chaos.

 

Zwischen Vorfreude auf Schnäppchen und dem Plaudern der Besucher bedeutete das für sie stundenlange Zusatzarbeit, um alles wieder aufzuräumen.

„Als ich morgens um neun ankam, stand die Rampe voller Gerümpel. Das frustriert natürlich, denn es bedeutet stundenlange Arbeit, alles wieder auszusortieren – wir trennen den Müll schließlich“, berichtet die 69-Jährige.

Der Secondhandladen bietet Menschen die Möglichkeit, gut erhaltene Gegenstände abzugeben, damit sie nicht im Müll landen, sondern neue Besitzer finden.

Viel Unbrauchbares

Im B9 gibt es Kleidung, Gläser, Geschirr, Spielsachen, Dekoartikel, Bücher, CDs und Schallplatten. Unter dem abgeladenen Gerümpel befanden sich jedoch zahlreiche unbrauchbare Dinge.

Blick auf den Haupteingang des B9-Secondhandshops in Villingen-Schwenningen. Foto: Concetto Longo

Anita Neidhardt-Merz erzählt, dass mehrere Tüten mit verdreckten Schuhen sowie Elektrogeräte auf der Rampe gestanden hätten – obwohl beides nicht angenommen werde. Es habe nach einer Entrümpelung ausgesehen: Alles sei unsortiert, schmutzig und wahllos in Kartons geworfen gewesen.

„Das einfach hier abzuladen, ohne darauf zu achten, ist eine Frechheit. Für uns ist das eine Wahnsinnsarbeit – 80 Prozent davon war schlicht Abfall. Mit gebrauchten Zahnbürsten bereichert man unseren Laden auf keinen Fall“, so Niethammer.

Im B9: Wo Kleidung, Bücher und Deko ein Zuhause finden. Foto: Concetto Longo

Besonders belastend: In Warenannahme und Verkauf arbeitet ausschließlich ein Frauenteam. „In der Warenannahme und im Verkauf sind wir ein reines Frauenteam – nur für die schweren Keramikarbeiten unterstützen uns zwei Handwerker.“

Trotz des Vorfalls blickt Neidhardt-Merz positiv auf den Secondhandshop. „Wir haben nur dienstags und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Viele Menschen kommen direkt zur Öffnung und bleiben die gesamten vier Stunden. Es ist ein Ort, an dem sich die Menschen auch zum Plaudern treffen.“