Endlich wieder Katharinenmarkt: Vom 19. bis 21. November ist in Seelbach einiges geboten. Foto: Gemeinde (Archivbild)

Glühwein, Würstchen und Stände, die zum Bummeln einladen: Beim 567. Katharinenmarkt ist in Seelbach wieder einiges geboten. "Wir freuen uns sehr", sagt Bürgermeister Thomas Schäfer, der der "sechsten Jahreszeit" bereits entgegenfiebert.

Seelbach - Zwei Jahre mussten die Seelbacher auf ihren Kätterlismarkt verzichten. Vom 19. bis 21. November ist es wieder so weit. "Der Markt hat große Tradition. Alle fiebern darauf hin", erklärt Bürgermeister Thomas Schäfer beim Pressegespräch. "Auch Seelbacher, die in der Ferne wohnen, treffen sich hier. Auf dem Markt einkaufen ist einfach charmant", schwärmt er von der Veranstaltung.

Gemeinsam mit Marktleiterin Christa Glatz stellt der Bürgermeister das geplante Programm vor. "Wir waren im Oktober noch recht unsicher", schilderte Glatz die Gefühlslage hinsichtlich der Pandemie, "manche Vereine hatten keine Planungssicherheit." Ein Thema sei unter anderem gewesen, ob eine Maskenpflicht in Innenräumen kommt oder nicht. Dies ist Stand jetzt nicht der Fall.

Dennoch gibt es nicht das volle Programm der Jahre vor der Pandemie. Das traditionelle Wurstessen der Gemeinde fällt ebenso aus wie die große Partynacht des Turnvereins oder der Tanzabend der Feuerwehr. Die Hoffnung, da sind sich Glatz und Schäfer einig, liege darin, dass ab kommenden Jahr wieder alles möglich ist. Alles in allem gebe es "ein etwas kleineres Rahmenprogramm, das den aktuellen Geschehnissen angepasst ist", so der Bürgermeister.

Theaterstück wird leicht gekürzt

Los geht es am Samstagabend, 19. November, mit dem historischen Auftakt. Das traditionelle Theaterstück ist – aufgrund der Umstände – gekürzt worden, aber "das Eigentliche ist noch da", verspricht Hauptamtsleiter Siegfried Kohlmann. Er habe sich die Probe des Stücks angesehen und es sei "klasse geworden". Die Darsteller seien alle noch dabei, nur die Rolle des Kaisers ist neu besetzt worden. Mäx Clever spielt Kaiser Friedrich III., der im Jahr 1455 Seelbach das Marktrecht verlieh – die Geburtsstunde des Katharinenmarkts.

Ebenfalls am Samstagabend wird die neue "Katharina" vorgestellt, die zentrale Figur des Markts, so Schäfer. "Das Auswahlverfahren war ein tolles Erlebnis", sagt er. Die "Katharina" werde sich während des Markts vor allem um Kinder und Senioren kümmern, sich an den Ständen tummeln und auch die Ehrengäste begrüßen.

Der Markt selbst startet am Sonntag. "Es wird wahrscheinlich ein paar Lücken zwischen den Ständen geben, aber ich bin sehr zufrieden", bilanziert Glatz die Resonanz der Marktbeschicker. Rund 200 Stände, darunter etwa 30 Essens- und Getränkebuden wird es geben.

Veganer Imbissstand ist neu dabei

Neu dabei ist unter anderem ein Stand der Firma Higlas mit vegetarischem und veganen Essensangebot. "Das hat in den vergangenen Jahren etwas gefehlt", kommentierte Glatz. Als Fahrgeschäfte laden ein Kinderkarussell, ein Autoscooter und das "Bayerische Hupferl" ein.

Damit alles glatt läuft, sind auch in diesem Jahr wieder Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und DRK im Einsatz. Die Feuerwehr leistet Sicherheitswachdienst, im Gerätehaus wird eine Polizeiwache eingerichtet. Zudem sind auf dem Marktgelände und auch auf der Umleitungsstrecke Sicherheitskräfte eingeteilt, erläutert Glatz.

Von außerhalb Seelbachs ist der Kätterlismarkt am besten per Bus zu erreichen – damit vermeidet man eine schwierige Parkplatzsuche. Die Linie 106 (Lahr – Schweighausen) ist am Samstagabend im Sondereinsatz mit mehr Fahrten und günstigeren Preisen (zwei Euro pro Fahrt). Die gleichen Preise gelten am Sonntag. Ein kostenloser Shuttle-Bus bringt die Gäste am Sonntag von 11 bis 18 Uhr vom Lahrer Schlüssel nach Seelbach und wieder zurück. Halte gibt es auch in Kuhbach und Reichenbach. Über Busverbindungen, Parkplätze und das Angebot der Vereine informiert die Gemeinde über einen QR-Code. Die Informationen halte man stets aktuell, so Glatz. Damit sei man flexibler als mit einem Flyer, auf den die Gemeinde in diesem Jahr verzichtet.

"Es ist ein wahnsinnig gutes Miteinander", lobt Bürgermeister Schäfer alle Beteiligten. Er selbst freue sich bereits darauf, am Montagabend noch eine Runde mit den Fahrgeschäften zu drehen. "Das habe ich als Kind schon gerne gemacht, sagt er. Für Glatz wird der Höhepunkt "die erste Wurst und der erste Glühwein" sein. Beiden steht die große Vorfreude auf den 567. Katharinenmarkt ins Gesicht geschrieben.

Namenspatronin für den Markt ist die heilige Katharina, die etwa im Jahr 310 in Alexandrien gelebt haben soll. Der Legende nach soll die junge und gebildete Katharina während einer Christenverfolgung in einem Glaubens-Disput fünfzig Philosophen widerstanden haben. Daraufhin habe sie der Kaiser rädern und enthaupten lassen. Ihr Jahrestag ist der 25. November.