Ein Forscher zeigt im Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird.  Foto: Gollnow

In fünf Fällen handelt es sich um "englische Variante", in einem um "südafrikanische Variante".

Kreis Tübingen/Rottenburg - Im Landkreis Tübingen sind in sechs Fällen Coronavirus-Mutationen nachgewiesen worden. Wie das zuständige Labor dem Gesundheitsamt mitteilte, handelt es sich in fünf Fällen um die Virusvariante B.1.1.7 ("englische Variante") und in einem Fall um die Variante B.1.3.5.1 ("südafrikanische Variante").

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Betroffen sind, laut Landratsamt Tübingen, zwei Einzelpersonen aus Tübingen, ein Ehepaar aus Rottenburg am Neckar und zwei weitere Personen, die in einem gemeinsamen Haushalt in Mössingen leben. Bei den beiden Einzelpersonen besteht unabhängig voneinander jeweils ein Zusammenhang mit einer Reiserückkehr – eine Person ist aus dem Mittleren Osten zurückgekehrt, eine Person aus Afrika. Bei den anderen Fällen ist keine Reiseanamnese gegeben. Die Varianten sind laut Expertenmeinung leichter übertragbar als die ursprüngliche Form von Sars-CoV-2.

Betroffene in Quarantäne

Alle betroffenen Personen waren wegen ihrer Corona-Infektion beziehungsweise wegen ihrer Reiserückkehr bereits in Quarantäne. Die durch das Labor erfolgte Sequenzierung bestätigte die Virusvarianten. Alle engen Kontaktpersonen sind informiert und in Quarantäne. Ein Zusammenhang zu dem aufgetretenen Fall in Haiterbach (Kreis Calw), der schließlich tödlich endete, oder zu dem bekannten Cluster im Zollernalbkreis, über den Mitte Januar berichtet wurde, ist nicht gegeben, erklärt das Landratsamt Tübingen auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten. Bei den vier betroffenen Personen, bei denen die Infektion nicht auf eine Reise zurückzuführen ist, ist die Infektionsquelle unklar.

Beim Nachweis von Virusvarianten gilt für Kontaktpersonen der infizierten Person eine verlängerte Quarantänezeit. Auch die Haushaltsangehörigen dieser engen Kontaktpersonen müssen ebenfalls die Quarantäne für 14 Tage einhalten, erklärt das Landratsamt.

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