Die „Rebwieber“ der Narrenzunft sorgten bei der Jungweinprobe dafür, dass die edlen Tropfen auch ins Glas der Gäste kamen. Foto: Decoux

Die alljährliche Jungweinprobe der drei Kaiserberg-Gemeinden Ringsheim, Herbolzheim und Ettenheim stand am Freitag im Bürgerhaus im Zeichen des Gastgebers.

Der Abend begann mit einem Sektempfang im Foyer mit einem Secco vom Weingut Joachim Weber, bevor Bürgermeister Pascal Weber die Gäste begrüßte und die anwesenden Weinfachleute vorstellte: den Präsidenten des Weinbauverbands Rainer Zeller, die Geschäftsführerin Breisgau Wein, Claudia Handke, die Breisgauer Weinprinzessin Elena Kölble sowie kommunale Mitstreiter aus den beteiligten Gemeinden.

 

Etwas reduzierter als in den Vorjahren präsentierte sich das Weinangebot: Statt wie bisher neun standen diesmal sechs Weine zur Verkostung bereit, ausgewählt von den drei örtlichen Weingütern Joachim Weber, Weber-Link und Simone Kreis sowie den beiden Winzergenossenschaften Bleichtal und Münchweier-Wallburg-Schmieheim.

Für die Genussmomente sorgten die Rebwieber und Männer der Narrenzunft, die als erstes die beiden Jubiläumsweine ausschenkten. Im Glas: ein roter Tropfen, im 800-Liter-Holzfass gereift. „Für die vergleichsweise kurze Reifezeit von eineinhalb Jahren ein bemerkenswert guter Wein“, befand Winzer Martin Weber vom Weingut Weber-Link und erklärte zugleich: Je kleiner das Fass, desto intensiver das Aroma.

Vesperteller bilden kulinarischen Höhepunkt

Der passende Begleiter folgte zugleich: Ein trockener weißer Burgunder. Dazu wurde ein Vesper der Metzgerei Tischler serviert. Der schön angerichtete Vesperteller in klassischer und vegetarischer Variante, entwickelte sich zum kulinarischen Höhepunkt des Abends.

Winzer Martin Weber (von links), Bürgermeister Pascal Weber und Jan Tischler von der Metzgerei Tischler auf der Bühne Foto: Decoux

Besonders der kreative Linsensalat mit Räucherforelle, kombiniert mit grünen Erbsen, weißen Bohnen und gelben Linsen, die farblich das Jubiläumslogo widerspiegelten, sorgte für Begeisterung. Aber auch Kalbslebercreme mit Bärlauch, Crêpes-Rolle, Wildschweinpastete mit Wurzelgemüse und Morcheln sowie Käsevariationen überzeugten die Gäste. Jungkoch Jan Tischler erhielt dafür viel Applaus.

Insgesamt sechs Weine standen in diesem Jahr auf dem Verkostungsprogramm der Jungweinprobe. Foto: Decoux

Charmant und souverän führte Bürgermeister Pascal Weber durch den Abend und sprang kurzfristig für die erkrankte Moderatorin ein. In Gesprächen mit den Winzern und Vertretern des Weinbaus wurde die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit und regionaler Produkte deutlich.

Vom Weinbauverband gibt es Lob für die Kommunen

„Großartig, wenn Kommunen den Weinbau so unterstützen“, betonte Zeller. Auch aus Verbandssicht seien solche Veranstaltungen unverzichtbar. Was den Breisgau ausmacht? Für Handke ist die Antwort klar: „Natürlich die überzeugenden Weine der Winzer.“ Ihr Wunsch: Die Weine der Region sollen eines Tages so bekannt sein wie der SC Freiburg.

Gleichzeitig richtete sie einen Appell an die Gäste: Wer die Kulturlandschaft erhalten wolle, müsse regional trinken. Nur so könnten Betriebe an die nächste Generation übergeben werden. Weinprinzessin Elena Kölble präsentierte weitere Weine mit Fachwissen und Leidenschaft.

„Ohrwurm“ sorgt für Stimmung

Neben der Jungweinprobe der Kaiserberg-Gemeinden sorgten das Duo „Ohrwurm“ sowie Tanzauftritte der Talent-Academy des Europa-Parks für beste Unterhaltung. Auch der Selfie-Point im Jubiläumsrahmen wurde von den Besuchern rege genutzt für bleibende Fotoerinnerungen an einen genussvollen und geselligen Abend in Ringsheim.