Endlich kann es losgehen (Karikatur) Foto: Melanie Jilg

Wir müssen mal wieder über das Wetter reden, meint unser Autor.

Wir müssen mal wieder über das Wetter reden. Ja doch, bitte schlagen Sie jetzt nicht gleich die verschwitzten Hände vors Gesicht oder essen Sie aus Frust das nächste Eis, bleiben Sie bei mir: Es ist heiß. Und ich will bei mehr als 25 Grad im Büro mit der unbarmherzigen Sonne im Nacken auch einmal jammern dürfen.

 

Noch vor 14 Tagen – es ist eine gefühlte Ewigkeit – war ich mit Freunden auf dem Schauinsland für eine sogenannte Exit-Wanderung unterwegs. Die Temperatur auf dem Freiburger Hausberg: Kuschelige drei Grad. Eingemummelt in zwei Jacken offenbarte der Blick in die Ferne den schneebedeckten Gipfel des Feldbergs. Am darauffolgenden Samstag war ich bei besagten Freunden zu Gast. In kurzer Hose bei heruntergelassenen Rollos und mit vielen Eiswürfeln in den Getränken kämpften wir uns durch den Tag. Denn das Thermometer zeigte nicht mehr eine, sondern zwei Dreien.

Der spontane Sommereinbruch und vor allem der heftige Temperaturanstieg haben mich doch ziemlich überrascht – und ehrlicherweise überfordert. Seit das große Schwitzen wieder angefangen hat, schlafe ich etwas schlechter, fühle ich mich einfach schlapper. Zum Glück gibt es noch die Schwimmbäder, dachte ich mir vergangenes Wochenende. Doch gerade als ich mir ausmalte, in meinem Wohnort Kippenheim ins kühle Nass zu springen und anschließend faul im Schatten der Bäume zu liegen, sah ich die Nachricht der Gemeinde, dass die Schwimmbaderöffnung nach dem Vandalismus-Vorfall erneut verschoben wurde. Na toll, schwitze ich also weiter.

Kippenheimer Freibad öffnet zum Glück am Samstag

Besser ist es wohl, wir gewöhnen uns daran. Meteorologen warnen bereits vor einem überdurchschnittlich warmen Sommer. Zeit also, entsprechende Vorbereitungen zu treffen, das Tiefkühlfach mit den Lieblingseissorten aufzustocken und in einen Ventilator im Büro zu investieren. Und immerhin öffnet am Samstag auch endlich das Kippenheimer Freibad , dem die Gäste mutmaßlich die Drehkreuze einrennen werden. Anders wüsste ich auch nicht, wie ich diesen Sommer überstehen soll.

So, danke fürs Lesen. Sie können sich jetzt Ihr Eis holen. Ich mache mich jedenfalls auf den Weg zum Gefrierschrank.