Das Freibad Schwimmi in Vöhrenbach soll saniert werden. Foto: Stadtverwaltung

Der Vöhrenbacher Gemeinderat hat den nächsten Schritt zur Sanierung des Freibads „Schwimmi“ beschlossen. Trotz gestiegener Kosten soll das Projekt weiterverfolgt werden.

Chefsache ist die Sanierung und Modernisierung des Vöhrenbacher Freibads „Schwimmi“. In jüngster Sitzung des Gemeinderats begann dieser Tagesordnungspunkt aber schon vorher: Pascal Fink vom Förderverein Schwimmsport sprach sich vehement für den Erhalt aus.

 

Pascal Fink versprach, die Kosten für die Durchführung eines VGV-Verfahrens zur Vergabe der Planungsleistungen (rund 11 562 Euro netto) wolle der Förderverein gerne übernehmen. Allerdings war nicht nur er der Meinung, dass das Ganze nur dann finanziell stemmbar sei, wenn alle beantragten Zuschüsse auch gewährt würden. Dann aber sollte man sich die Chance nicht entgehen lassen.

Die Stadt Vöhrenbach hat sich für die Sanierung des Freibades „Schwimmi“ um die Aufnahme in das Förderprogramm SJK 2023 im Zuge eines Interessenbekundungsverfahrens beworben und einen Zuschuss in Höhe von 45 Prozent der damals vorliegenden Kostenschätzung in Aussicht gestellt bekommen. Dies wäre ein Betrag in Höhe von rund 2,34 Millionen Euro von den seinerzeit veranschlagten Kosten in Höhe von 5,2 Millionen Euro netto.

Zur weiteren Antragstellung für den Bewilligungsbescheid war es erforderlich, die Planungen zur Sanierung des Freibades zu verdeutlichen. Hierfür wurde im März 2025 die weiterführende Planung an das Ingenieurbüro Aqua-Technik in Freiburg vergeben.

Das Ingenieurbüro hat die Planungen konkretisiert und das Ergebnis im Juni 2025 vorgestellt und es wurde vom Gremium beschlossen. Auf dieser Grundlage hat das Ingenieurbüro die aus dem Jahr 2023 stammende (und für die Antragsstellung für das SJK 2023 maßgebliche) Kostenschätzung überarbeitet und der vertieften Planung sowie der üblichen Baukostensteigerungen in diesen zwei Jahren angepasst.

5,8 Millionen Euro

Die neue Kostenschätzung ergebe nun Gesamtausgaben in Höhe von rund 5,818 Millionen Euro. Diese Erhöhung um 617 500 Euro gegenüber der ursprünglichen Schätzung aus dem Jahr 2023 sei zum Teil auf die Vertiefung der Planunterlagen (unter anderem die Ertüchtigung zur Barrierefreiheit) wie auch den Anstieg der Baukosten vor allem für die Badewassertechnik und die geplanten Edelstahlbecken in dieser Zeit zurückzuführen.

Rolf Linsenmeier vom Büro Aqua-Technik war bei der Sitzung anwesend, um die aktuelle Kostenschätzung zu erläutern. Zusätzlich zum bereits erfolgten Zuschussantrag habe man, so der Bürgermeister, zwei weitere Zuschussanträge gestellt – zum einen aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm und zum anderen aus dem Programm Entwicklung ländlicher Raum (ELR).

Bei beiden Anträgen wurde die fortgeschriebene Kostenschätzung bereits berücksichtigt. Für diese Förderprogramme werde mit einer Entscheidung im zweiten Quartal 2026 gerechnet. Erst nach der Zusage dürfe mit der Vergabe von Arbeiten begonnen werden.

VGV-Verfahren übernimmt Fachbüro

Im Zuge des weiteren Verfahrens müsse nun eine öffentliche Ausschreibung der Planungsleistungen für die weiteren Leistungsphasen erfolgen. Aufgrund der Höhe der Bausumme und Vorgaben aus dem Förderprogramm SJK 2023 ist es notwendig, ein Vergabeverfahren nach der „Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge“ (Vergabeverordnung VGV) durchzuführen. Dieses Verfahren kann aufgrund seiner Komplexität nicht von der Verwaltung selbst durchgeführt werden. Daher wurden entsprechende Fachbüros angefragt. Drei Angebote wurden abgegeben. Günstigste Bieterin ist die Firma Steybe aus Kirchzarten mit besagten 11 562 Euro.

Gerüchte gestreut

Für die Durchführung des Vergabeverfahrens werde mit einem Zeitraum von vier bis fünf Monaten gerechnet. Derzeit sei geplant, die Planung in einer Sitzung im Februar 2026 zu vergeben. Insgesamt seien in der mittelfristigen Planung Ansätze in Höhe von 5,5 Millionen Euro eingestellt.

Andrea Pietrek (CDU) forderte den Bürgermeister auf, den Förderverein unbedingt mit einzubeziehen. Gleichzeitig warf sie dem Förderverein vor, dass man nicht „miteinander, sondern übereinander spreche“ – keiner habe die Fraktionsvorbesprechung besucht, dafür wurden Gerüchte gestreut.

Der Gemeinderat nahm die überarbeitete Kostenschätzung zur Kenntnis und stimmte der Vergabe zur Durchführung des VGV-Verfahrens für die weitergehenden Leistungsphasen für die Planung der Sanierung und Modernisierung des Freibades in Vöhrenbach an das Büro Steybe aus Kirchzarten zum Angebotspreis bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung zu. Der Bürgermeister wurde somit beauftragt, den Auftrag an Steybe zu vergeben.