Im Freibad Solara in Königsfeld gibt es neben dem altbekannten Badespaß ein paar Neuerungen. Doch das Bad hat nicht nur Positives aus der diesjährigen Saison zu vermelden.
Trotz regnerischem Juli verzeichnet das Freibad Solara in Königsfeld eine gute Saison mit einer neuen Attraktion – aber auch mit ein paar Problemen. So sieht die Lage vor Ort aus.
Auf 1000 Quadratmeter Wasserfläche können Jung und Alt baden, schwimmen und planschen, was das Zeug hält. Das Freibad Solara bietet unter anderem eine Schaukelbucht, einen Wasserpilz und die 50 Meter lange Erlebnis-Rutsche.
Eine Besonderheit des Bads ist die Solarbeheizung der Becken. Über Dachabsorber werde das Wasser erwärmt, erklärt der Ortsbaumeister Gregor Schenk. Die Temperatur ändere sich dann je nach Witterung.
In diesem Jahr habe sich die Wassertemperatur jedoch kaum unter 20 Grad Celsius befunden, berichtet Bademeister Andreas Donay. Auch regnerische Perioden halten einige Schwimmer nicht ab: „Unsere Stammbadegäste kommen bei Wind und Wetter“, meint er.
Schon knappe 45 000 Badegäste
Diese Entwicklung zeigt sich auch in den Besucherzahlen. Während das Bad 2024 in der letzten Augustwoche 39 094 Schwimmer erfasste, sind es in diesem Jahr bereits 44 774.
Im Vergleich zum vorigen Jahr gab es bis zum Saisonende insgesamt nur 46 277 Badegäste – das diese Zahl in dieser Saison überschritten werde, zeichne sich deutlich ab, sagt Donay.
Besonders für Familien sei das Freibad immer ein beliebter Anlaufpunkt, erklärt der Bademeister. Das liege unter anderem daran, dass das Kinderbecken recht weit abgelegen vom Schwimmerbecken sei und Eltern ihre Kleinsten somit gut im Blick hätten.
Spielen und Forschen im Matsch-Labor
Auch das neue Matsch-Labor werde von den kleinen Gästen begeistert angenommen, so eine Mitteilung von Petra Christen aus der Abteilung Sachbearbeitung Bauamt. „Hier können die Kleinen eine längere Zeit spielen und forschen, während die Eltern in Ruhe ihren Cappuccino genießen können.“
Eine weitere Veränderung, die auf positive Resonanz stoße, sei das erweiterte Sortiment an Speisen und Getränken des Kiosks, erzählt sie.
Um die Instandhaltung des Freibads Solara kümmern sich die Bademeister Andreas Donay und Juri Shebeda und das weitere Personal mit viel Elan. Da kommt es auch regelmäßig vor, dass Shebeda mit dem Rasenmähertraktor das Gras rund um die Becken stutzt.
Wiederholtes Fehlverhalten im Freibad
„Wir halten alles in Schuss“, berichtet Donay. Allerdings würde er sich dabei mehr Unterstützung von den Badegästen wünschen: Wie Wanderer auf Wanderwegen sollen diese ihren Müll auch wieder mit nach Hause nehmen. Aber so oder so – am nächsten Tag sei das Bad dann wieder „picobello“, stellt er fest.
Doch nicht nur der Müll stößt dem Personal und der Freibadleitung bitter auf. Eine weitere Herausforderung stelle das Verhalten mancher Jugendlicher dar, erklärt Christen in einer Mitteilung. „Saisonkarten wurden über den Zaun gereicht, um mehreren Personen Eintritt zu verschaffen, oder es wurde über den Zaun geklettert – besonders an sehr heißen Tagen“, schildert sie – Probleme, mit denen man sich schon in vergangenen Jahren im Solara konfrontiert sah.
Auf dem benachbarten Natursportpark, der ebenfalls gerne von Badegästen genutzt werde, werde auch wiederholt Schauplatz von Fehlverhalten. „Leider kam es hier öfters zu Vandalismusfällen und unsachgemäßem Grillen außerhalb der ausgewiesenen Grillplätzen“, bedauert Christen.
Doch davon lassen sich Bademeister Donay, der bereits in seiner fünften Saison im Königsfelder Freibad arbeitet, und sein Team nicht aus der Ruhe bringen: „Wir freuen uns über jeden Badegast“, ergänzt er lachend.