Eine positive Bilanz wurde bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Fördervereins Schwimmbad Schweigmatt nach der ersten Saison gezogen.
Nahezu 80 Mitglieder fanden dazu den Weg in die Festhalle Raitbach. Kleinere Reparaturen und Instandsetzungen konnten erfolgen, der „große Wurf“ zur Sanierung konnte (noch) nicht geleistet werden. Nach rund 18 Monaten Betrieb gibt es stolze 880 Mitglieder, berichtete Vorstand Alexander Simon. Die Mitglieder unterteilen sich in verschiedene Gruppierungen der Vereinsmitgliedschaft, in Fördermitglieder, ermäßigte Mitgliedschaften oder ordentliche Mitglieder. Sämtliche Gruppierungen erlauben eine unterschiedliche Anzahl von Eintritten ins Schwimmbad. Der Vorsitzende Alexander Simon freute sich und sagte: „Wir konnten die Anzahl der Mitgliedschaften von 220 vor dem Betrieb des Fördervereins erheblich steigern. Veranstaltungen waren eine Poolparty, zwei Kindstaufen, zwei Gottesdienste, Aquagymnastik und ein Oldtimertreffen, bei welchem der Erlös dem Förderverein gespendet wurde. Es hätten sich stets genügend Ehrenamtliche gefunden, die den Schwimmbadbetrieb am Laufen hielten.
Modernisierung
Simon sagte: „Man merkt und spürt, wie toll es in unserem Schwimmbad ist“. Die technischen Anlagen hätten im Sommer einwandfrei funktioniert. Viel wurde angeschafft, wie der Beckensauger, die Spül- und Kaffeemaschine oder ein Computer. Viel wurde seit der Übernahme auch aufgeräumt. Ein Modernisierungsstau besteht noch bei der Solarthermieanlage auf dem Dach des Vereinsheims und dem Beckenfilter. In der Zukunft steht noch die Modernisierung des Beckens an. Die kleine Variante mit dem Aufbringen einer Beckenfolie dürfte sich auf rund 200.000 Euro belaufen, die große Variante mit einer erwarteten Lebenszeit von etwa 40 Jahren ist die komplette Erneuerung des brüchigen Beckens mit rund 400.000 Euro. Große Ideen und technisch begabte „Macher“ sind gesucht, um das Vereinsbad zu modernisieren.
Kassenbericht
Die bisherige kommissarische Schatzmeisterin Rabea Oswald trug den Kassenbericht vor, der sehr zufriedenstellend verlief und eine stabile Finanzlage aufzeigte. Gerade durch stete Kuchenspenden verliefen die Erträge des Kiosks erfreulich. Für den Anfang konnten auch genügend Rücklagen für kommende Aufgaben gebildet werden. Sie sagte: „Unser Konzept funktioniert“. Für die Mitglieder gelte jedoch, weiterhin engagiert zu bleiben. Für die Kassenprüfung sprach Diana Grether, die eine tadellose Kassenführung bestätigte. Unter Leitung von Ortsvorsteher Sebastian Johannsen erfolgte die Entlastung des Vorstandes einstimmig. Dieser äußerte einen „Riesen-Dank“ bei allen Beteiligten, besonders bei Vorstand Alexander Simon und der Schriftführerin Andrea Strütt, die beide einen „Volltime-Job“ gemacht hätten.
Satzungsänderungen
Großen Diskussionsbedarf hatten die Mitglieder bei einigen anstehenden Satzungsänderungen. Der Vorstand beabsichtigt, die Satzung insoweit zu ändern, so dass notfalls auch Minijobs vereinbart werden können. Auch eine optionale Aufwandspauschale für die Vorstände wurde intensiv diskutiert, es wurde mehrheitlich zugestimmt. Eine weitere Satzungsänderung betraf die Anzahl der Vorsitzenden, das Gremium wird künftig drei gleichberechtigte Vorsitzende plus Kassierer und Schriftführer umfassen. Jeder ist alleinvertretungsberechtigt. Auch wurde über das geheime Abstimmungsverfahren diskutiert. Beschlossen werden kann eine geheime Abstimmung, sofern dies die einfache Mehrheit verlangt. Wichtig war dem Vorstand auch eine weitere Änderung. Sämtliche Mitglieder – egal in welchem Status – können künftig die Kinder oder Enkel für einen kostenlosen Eintritt mitbringen. Im Falle der Großeltern muss eine Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten mitgeführt werden. Das entsprechende Formular ist online hinterlegt.
Der bisherige Vorsitzende Alexander Simon und der stellvertretende Vorsitzende Harald Vollmer stellten sich nicht mehr zur Wahl.
Neuwahlen
Einstimmig wurde das neue Dreierteam von Vorsitzenden gewählt. Sebastian Hübner ist nun Vorsitzender für das Gebiet der Administration. Für die Öffentlichkeitsarbeit ist künftig Gerhard Fuchs aus Schopfheim zuständig, der für seine Tätigkeit im Schwimmbad sogar das Silberne Schwimmabzeichen absolvierte. In Abwesenheit wurde als Vorstand für Technik-Angelegenheiten der Gersbacher Ernst-Frieder Schmidt gewählt. Kassiererin bleibt Rabea Oswald, Schriftführerin bleibt Andrea Strübe.
Alexander Simon verabschiedete sich aus dem Amt und sagte: „Es war mir eine Ehre“. Auch Harald Vollmer will weiterhin nach der Technik schauen, wenn Not am Mann ist.
Als Termin zur Eröffnung der neuen Saison wurde der 6. Juni vereinbart.
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