Heute ist das Hechinger Schwimmbad ein modernes Hallen-Freibad, 2018 wurde es neu eröffnet. Am gleichen Standort im Weiher wurde bereits in den 70ern gebaut.
Hechingen - Eine Badeanstalt "Im Prinzling" hatte Hechingen schon im 19. Jahrhundert. Ein Schwimmbad am heutigen Standort wurde 1975 eröffnet. Gute vier Jahrzehnte später wurde es ersetzt.
Bei einer Info-Veranstaltung für Bürger hatte die Stadt zuvor über den schlechten Zustand des Bades aufgeklärt. Helga Monauni, damals Leiterin des Fachbereichs Bau und Technik, berichtete von kaputten Fliesen, Umkleiden, einer veraltete technische Anlage. Für die Zukunft sollte ein modernes Schwimmbad her. Monauni sprach von einem Wohlfühlort, einem Badeerlebnis für die ganze Familie, gut geeignet für Schulen und Vereine.
Mit der Entscheidung für Abriss und Neubau war es allerdings nicht getan. Teile des Inventars wurden verkauft, der Ansturm auf die Spinde war riesig. Die Stadt musste Fledermäuse umsiedeln. Vom Foyer her fraß sich die Abrissfirma 2016 durch das Hallenbadgebäude in Richtung Sprungtürme. 9,4 Millionen Euro kostete das Projekt am Ende.
Das Bad wurde unter anderem mit Blockheizkraftwerk sowie einer Fotovoltaikanlage ausgerüstet – inmitten der Energiekrise steht es heute vergleichsweise gut da.
Nach der Sanierung öffnete im Frühjahr 2018 eine große Schwimmhalle, die in der Wintersaison geöffnet wird. Im Sommer gibt’s draußen Abkühlung. Ein Drei-Zonen-Becken gibt es im Außenbereich, unter anderem auch ein Beach-Volleyball- und Fußballfeld, Planschbecken für Kinder, eine Wasserrutsche.
Das Schwimmbecken in der Halle hat eine Bahnlänge von 25 Metern, für Kinder gibt es ein Planschbecken. "Ein Weg, der sich gelohnt hat", sagte Philipp Hahn zur Einweihung, damals Erster Beigeordneter der Stadt, heute Bürgermeister.
Das Bad ist jedenfalls beliebt, das zeigen die Zahlen. Bis Mitte Dezember 2022 zählte die Stadt – inklusive Schul- und Vereinsschwimmen – mehr als 113.000 Besucher und ist damit "sehr zufrieden".