Christin Zenner von der Deutschen Kindersportakademie ist Ansprechpartnerin für das Schwimmbad auf Rädern. Foto: Steinmetz

Das Wundine-Schwimmmobil ist nach Starzach gekommen. 100 Kinder der Grundschule Bierlingen nehmen am Schwimmunterricht teil. Mit dem zeitlich begrenzten Angebot wird der Sportunterricht ergänzt.

Der Container mit dem Mini-Bad ist unterhalb der Grundschule auf dem Parkplatz abgestellt. Bis Februar kommenden Jahres wird er dort stehen bleiben. Bei dem Schwimmmobil handelt es sich um ein vom Land Baden-Württemberg bezuschusstes Projekt der Josef-Wund-Stiftung in Stuttgart. In Baden-Württemberg seien derzeit drei dieser Schwimmbäder auf Rädern unterwegs, ein viertes werde Anfang kommenden Jahres dazukommen, teilte der Projektmanager der Wundine-Schwimmakademie, Andreas Schaffer, bei einem Pressegespräch vor Ort mit. Projektpartner ist die Deutsche Kinderschwimmakademie. Auch die Universität Tübingen ist mitbeteiligt. Sie werde wissenschaftlich das Projekt in Starzach begleiten.

 

Das Schwimmbad auf Rädern ist gefragt. Es komme überall gut an, sagte Schaffer. Bürgermeister Thomas Noé freute sich denn auch, dass Starzach den Zuschlag bekommen hat. Ein Hallenbad oder ein Freibad könne die Gemeinde nicht bauen, und der Neckar sei für Kinder, die nicht schwimmen könnten, zu gefährlich. Deshalb hat er sich bei der Stiftung beworben. „Mir geht es darum, dass Kinder so schnell wie möglich schwimmen lernen“, erklärte Noé. Alarmiert hätten ihn Zahlen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), nach denen sich der Anteil der Nichtschwimmer verdoppelt habe.

Für das Schwimmmobil stellte die Gemeinde einen befestigten Platz zur Verfügung. Außerdem mussten Bauhofmitarbeiter eine Wasser- und Abwasserleitung legen. „Das war nicht einfach“, sagte Noé.

Nur positive Rückmeldungen der Eltern

Seit vergangenem Donnerstag findet der Schwimmunterricht statt. Noé hat bislang nur positive Rückmeldungen der Eltern erhalten. Schulleiterin Ute Petry lässt die Kinder gern am Schwimmunterricht teilnehmen. Sie betonte: „Schwimmen ist lebensnotwendig“. Den Kindern mache das auch viel Spaß.

Den Unterricht in Starzach halten vier ausgebildete Schwimmlehrkräfte ab. Das Becken ist sechs Meter lang, zwei Meter breit und 1,10 Meter tief. Nach dem Einstieg stehen die Kinder zuerst auf Podesten, bevor es ins tiefere Wasser geht.

Das Schwimmmobil ist nach Bierlingen gekommen. Von links: Monika Obstfelder, Susanne Ast-van de Loo (Gemeinderätinnen), Bürgermeister Thomas Noé, Projektmanager Andreas Schaffer, Schulleiterin Ute Petry, Dieter Walker (Gemeinderat) und der pädagogische Gesamtleiter der Gemeinde, Daniel Wütz. Foto: Steinmetz

Wassertemperatur ist angenehm

Mit 31 Grad Celsius ist es im Becken angenehm warm. Ausgestattet ist das Bad mit Schwimmnudeln, Tauchringen und anderen Utensilien. Die ersten Schwimmversuche werden auf dem Rücken gemacht. „Das ist leichter, Brustschwimmen ist zu kompliziert“, erklärte Ansprechpartnerin Christin Zenner von der Deutschen Kindersportakademie. Das Schwimmpferdchen-Abzeichen kann in dem Container noch nicht erworben werden. Das Ziel ist vielmehr, dass sich die Kinder an das Wasser gewöhnen und dann auch mal die ersten Schwimmzüge machen können.