Jordan Murray trug in der vergangenen Saison das Trikot der Wild Wings. Nicht nur die Schwenninger haben inzwischen dem langjährigen DEL-Spieler die besten Genesungswünsche gesendet. Foto: Eibner

Der letztjährige Wild-Wings-Verteidiger bricht während der Playoff-Partie mit Klagenfurt am Dienstagabend auf der Spielerbank zusammen. Inzwischen hat sich sein Zustand stabilisiert.

Dramatische Szenen spielten sich zum Start in die Playoff-Viertelfinalserie der österreichischen ICE Hockey League am Dienstagabend zwischen dem Klagenfurter AC und Fehervar in der Heidi Horten Arena ab.

 

KAC-Verteidiger Jordan Murray (33), in der vergangenen Saison bei den Wild Wings und zuvor in Mannheim und Wolfsburg unter Vertrag, kollabierte in der 18. Spielminute ohne ersichtlichen Grund, verlor auf der Spielerbank das Bewusstsein. Erst eine minutenlange Reanimation des rasch zur Hilfe eilenden Ärzte- und Sanitätsteams konnte den Kanadier zumindest insoweit stabilisieren, dass Murray zum Abtransport ins Krankenhaus in der Lage war. Das Spiel wurde beim Stand von 1:0 für Klagenfurt abgebrochen.

Sein Zustand hat sich stabilisiert

An diesem Mittwochvormittag befand sich Jordan Murray in der Aufwachphase aus dem künstlichen Tiefschlaf. Sein medizinischer Zustand ist stabil. Indes wurde das am Mittwochvormittag angesetzte Teamtraining der Klagenfurter abgesagt. Klubführung und Mannschaft befinden sich in einem Meeting, in dem die weitere Vorgehensweise besprochen werden.

Aus Mannschaftskreisen wurde bekannt, dass ein Antreten in Fehervar am Donnerstag zum zweiten Playoff-Spiel nicht infrage kommt. Im Laufe des Tages soll entschieden werden, ob, wann und wie die Serie fortgeführt wird.

Jordan Murray war im vergangenen Sommer von Schwenningen nach Klagenfurt gewechselt. Im ersten Saisonderby in der ICE Hockey League gegen Villach zog sich der Verteidiger im November eine schwere Unterkörperverletzung zu und konnte erst am 1. Februar sein Comeback feiern.

Die Mitteilung auf der Homepage des EC Klagenfurt AC

Am Mittwochvormittag veröffentlichte der EC Klagenfurt folgende Mitteilung auf seiner Club-Homepage: „Der Auftakt der Playoffs 2026 und die damit einhergehende sportliche Euphorie ist beim EC-KAC am Dienstagabend angesichts der dramatischen Szenen rund um Jordan Murray spät im ersten Spielabschnitt gänzlich verflogen. Der Verteidiger kollabierte in der 18. Spielminute auf der Spielerbank, verlor zunächst das Bewusstsein und dann auch sämtliche Vitalzeichen. Die Vereinsärzte Dr. Hannes Florianz und Dr. Günther Bachler, zu Hilfe eilende, dem Spiel beiwohnende Notfall-Mediziner/innen sowie Sanitäter/innen setzten über mehrere Minuten hinweg und letztlich erfolgreich reanimierende Maßnahmen.Jordan Murray erlangte dadurch Transportfähigkeit, sodass seine weiterführende, stabilisierende Behandlung im Klinikum Klagenfurt vollzogen werden konnte. Mit Stand vom Mittwochmorgen befindet sich Jordan Murray in der Aufwachphase aus dem künstlichen Tiefschlaf, sein medizinischer Zustand ist aktuell stabil.“

Und weiter heißt es: „Über die Auswirkungen der Ereignisse auf den weiteren Verlauf der Playoffs 2026 wird der EC-KAC zu einem späteren Zeitpunkt und in Abstimmung mit der win2day ICE Hockey League informieren. Aktuell sind die Gedanken der Mannschaft, des Trainer- und Betreuerstabs sowie der gesamten Organisation bei Jordan Murray. Gleichzeitig bedankt sich der Klub bei den zahlreichen medizinischen Helferinnen und Helfern für deren rasches, entschlossenes und letztlich rettendes Handeln.“