Bernd Lauffer blickt auf ein ausgefülltes Leben als Schwenninger Firmeninhaber. Mit seiner Ehefrau Heidi genießt er nun seinen Ruhestand. Foto: Mareike Kratt

Er war Firmengründer und jahrzehntelanger Geschäftsführer des mittelständischen Unternehmens Tixit in Schwenningen. Jetzt feiert Bernd Lauffer einen besonderen Geburtstag.

Wenn es nach Bernd Lauffer geht, dann soll am besten gar keiner wissen, dass er am Mittwoch 85 Jahre alt wird. Bescheiden ist der Geschäftsmann schon immer gewesen – zu bescheiden, wie seine Frau Heidi findet.

 

Denn was der gebürtige Schwenninger in seinem Leben, in erster Linie beruflich, geleistet hat, das sei auf jeden Fall herauszuheben. Der Name Bernd Lauffer ist in der Schwenninger Unternehmenswelt wahrlich kein unbekannter.

Der Mensch Bernd Lauffer hat die Firma geprägt – und die Firma hat ihn geprägt, das wird im Gespräch mit dem Firmengründer immer wieder deutlich.

Ein Schwenninger

Der Schwenninger, der auch heute noch wohnt, wo er aufgewachsen ist, auf Rinelen, hat Friedens- und Gartenschule besucht, dann eine Lehre sowie anschließende Meisterschule zum Schlossereimeister gemacht. In der Bildackerstraße hat Bernd Lauffer die Schlosserei Feis übernommen und daraus im Jahr 1962 Bauschlosserei und Metallbaubetrieb Lauffer gegründet.

Handwerklich begabt sei er schon immer gewesen, erzählt der ehemalige Geschäftsführer, der bis zu seinem 80. Lebensjahr in seiner Firma aktiv war. Und hat gleichzeitig ein Gespür gehabt, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen, um auch den Betrieb stets weiter nach vorne zu bringen.

Ein Namensgeber

Peu à peu ist Bernd Lauffer damit zur Produktion von Betriebseinrichtungen – Arbeitstische, Werkbänke und Sonderregale – gekommen und hat zudem rund zehn Jahre nach Firmengründung die Vertriebs- und Lizenzrechte der Regalsysteme von Tixit Frankreich übernommen. Seit 1975 heißt der Schwenninger Betrieb Bernd Lauffer Tixit.

In diesem Jahr wurde auch mit dem Vertrieb der sogenannten Kity Arbeitsmaschinen begonnen – wegweisend für die Ausrichtung der Firma, die im Jahr 1980 in die beiden Geschäftsbereiche Betriebseinrichtungen und Maschinen gesplittet wurde.

Standort seit Achtzigerjahren

Auch wenn der Betrieb stetig gewachsen ist – wirtschaftlich sei es immer „ein Auf und Ab“ gewesen, beschreibt Bernd Lauffer den regelrechten Zwang, immer wieder etwas Neues zu entwickeln. Nach dem Umzug der Firma in die Talstraße ging es Mitte der Achtzigerjahre durch den erforderlichen Neubau von Stahl- und Produktionshalle in die Lupfenstraße, wo man bis heute ist. „Zwischen Fabrik und Handwerk“ habe man sich immer bewegt und sich vor allem in Sachen Betriebseinrichtungen nicht nur deutschland- sondern auch weltweit einen Namen gemacht.

Stück für Stück ist auch der Mitarbeiterstamm auf rund 50 angewachsen. Zu ihnen ein gutes Verhältnis aufzubauen, sie gegebenenfalls auszubilden und ihnen Perspektiven zu geben, sei dem Firmenchef immer wichtig gewesen. Harald Bury – der heute noch Mitgeschäftsführer ist – und Rolf Strohm waren bereits lange zuvor im Unternehmen tätig, ehe sie 2003 in die Geschäftsführung mit eingestiegen sind.

Ein Vorbild

Und auch wenn sich Bernd Lauffer inzwischen aus Leitung und Firma zurückgezogen hat, ist sie für ihn stets präsent. „Sie war und ist mein Kind“, sagt er mit einem Lächeln. Wenn er ab und an die Lupfenstraße aufsuchet, dann kämen die jetzigen Chefs und Mitarbeiter „immer aus allen Ecken“ zu einem Gespräch. Vielleicht habe er während seiner aktiven Zeit auch so etwas wie eine Vorbildfunktion übernommen, findet seine Frau.

Was er aus seiner Tätigkeit mit in den Ruhestand genommen hat, das sei vor allem der Ordnungssinn und die festen Rituale, die seinem Tag auch jetzt eine Struktur verleihen. Dazu gehören nicht nur die gemeinsamen Mahlzeiten mit Ehefrau Heidi, sondern auch regelmäßige Saunagänge und Fahrradtouren.

Zukunftswünsche

Der 85. Geburtstag wird nach – bescheidenem – Wunsch von Bernd Lauffer im kleinen Kreis mit einem gemeinsamen Essen gefeiert. Und was wünscht er sich für die Zukunft? Dass er gesund bleibt und viel gemeinsame Zeit mit seiner Frau verbringen kann – und natürlich, „dass die Firma noch lange bestehen bleibt“.