In der Erfolgsspur zurück: Ben Marshall (links) und Tylor Spink jubeln. Die beiden Schwenninger zählten bisher in dieser Saison bei den Wild Wings zu den Topspielern. Foto: Roland Sigwart

Die Zwischenbilanz in der Deutschland-Cup-Pause. Schwenningens Verteidiger Jordan Murray ist der Dauerbrenner – Tyson Spink bislang Top-Scorer. Die Zuschauerzahl liegt im grünen Bereich.

Deutschland-Cup-Pause in der DEL. Eine erste Saison-Zwischenbilanz nach 15 Spielen aus Sicht der Wild Wings. Es gibt Licht und Schatten. Spannend sind die individuellen Werte der Spieler. Klar ist auch, die Schwenninger sind in der Tabelle noch nicht da, wo sie hin möchten.

 

Das große Ziel von Sport-Geschäftsführer Stefan Wagner und Coach Steve Walker war es vor der Saison, mit dem Team den nächsten Schritt in der Entwicklung zu schaffen. Die vergangenen starken Auftritte daheim gegen Iserlohn (4:1) und vor allem in Berlin (4:3 nach Verlängerung) lassen darauf hoffen, dass die Wild Wings im zweiten Teil der DEL-Hauptrunde (ab 15. November bis Jahresende) erfolgreicher spielen als im ersten Saison-Kapitel.

Die Tabelle

Die Wild Wings stehen nach den ersten 15 Spielen auf Platz zehn mit 19 Punkten. Den letzten direkten Play-off-Platz (6.Rang) nehmen aktuell die Kölner Haie mit 26 Punkten ein. Bemerkenswert ist zu diesem Zeitpunkt die souveräne Tabellenführung des Titelverteidigers Berlin (37) mit sechs Punkten Vorsprung vor deutlich verbesserten Ingolstädtern (31).

Gefährlich ist jetzt schon die Ausgangslage für das Schlusslicht Düsseldorf, das mit nur neun Zählern etwas abgeschlagen ist.

Das Torverhältnis

39 Treffer haben die Wild Wings bislang erzielt. Dies bedeutet in der Liga den viertschlechtesten Wert. Die Eisbären haben (63) bisher am meisten getroffen.

Positiv aber: Schwenningen hat (40) – gleichauf mit Frankfurt – die zweitwenigsten Gegentreffer bis jetzt kassiert. Überragend ist hier die Gegentor-Quote von Bremerhaven mit nur 25 „Einschlägen“.

Die Special Teams

Das Powerplay bleibt die große „Baustelle“ bei den Wild Wings, auch wenn es in den vergangenen beiden Partien gegen Iserlohn und in Berlin Erfolgsmeldungen gab. Mit nur 12,24 Prozent Erfolgsquote sind die Neckarstädter Letzter in der Überzahl-Tabelle. Das stärkste Powerplay stellt Berlin (30,19).

Im Unterzahlspiel sieht es hingegen aus Schwenninger Sicht (7. Platz/78,33 Prozent) besser aus. Hier führt Bremerhaven (89,74).

Die Bullyquote

Auch hier ist für die Schwäne mit nur 45,16 Prozent Erfolgsquote auf dem zwölften Platz Luft nach oben. Bestes Face-off-Team ist Ingolstadt (56,48).

Stark: WildWings-Stürmer Philip Feist ist zweitbester Sprinter in der DEL. Foto: Eibner

In der Kühlbox

Bei den Strafzeiten in der DEL nehmen die Schwenninger (7.) mit 158 Minuten gesamt einen Mittelfeldplatz ein. Fairstes Team bislang sind die Kölner Haie (124).

Zuschauermäßig im grünen Bereich

Bei den Zuschauerzahlen liegen die Wild Wings mit bisher 4585 Zuschauern im Schnitt pro Heimspiel (11. Platz) im grünen Bereich. Es stehen unter anderem noch zwei Heimderbys gegen Mannheim sowie die gewöhnlich stark frequentierten Dezember- und Januar-Heimspiele aus. Insgesamt sind die Besucherzahlen – im Vergleich zum Vorjahr – in der DEL gestiegen. Am meisten konnten sich bisher die Kölner Haie über 17 349 Zuschauer im Schnitt freuen.

Torhüter Joacim Eriksson im Mittelfeld

Wild-Wings-Keeper Joacim Eriksson verzeichnete in zwölf Spielen eine Fangquote von 91,15 Prozent und rangiert damit auf Platz 11 in der Liga. Schwenningens Backup Michael Bitzer steht nach vier Einsätzen 91,18 Prozent auf Platz 10. Es führt Maxi Franzreb (Bremerhaven/95,06).

Starker Ben Marshall

Punktbester Verteidiger der Wild Wings ist bislang Ben Marshall mit zwei Toren und acht Assists (10 Punkte) vor Kapitän Thomas Larkin (2/6/8). Hier führt in der Liga Ingolstadts neuer Defensiv-Akteur Alex Breton (8/7/15) die Liste an.

Tyson Spink bester Topscorer

Auf Platz 1 der internen Top-Scorer-Liste der Wild Wings steht Tyson Spink mit elf Punkten (4 Tore/7 Assists). Dahinter folgen sein Zwillingsbruder Tylor (4/6/10), Verteidiger Ben Marshall (2/8/10) und Zach Senyshyn (8/2/10). Bester Topscorer der Liga ist bislang der Berliner Nationalspieler Leonhard Pföderl (6/17/23).

„Dauerbrenner“ Jordan Murray

Am meisten auf dem Eis – im Schnitt pro Spiel – stand bei den Neckarstädtern Verteidiger-Neuzugang Jordan Murray mit 20:06 Minuten. Bei den Stürmern ist Kyle Platzer (17:54) der Offensiv-Dauerbrenner.

Top-Sprinter Philip Feist

Noch ein Bonbon aus Schwenninger Sicht zum Schluss: Stürmertalent Philip Feist ist mit gemessenen 10,35 Stundenkilometern bisher der zweitschnellste Spieler in der DEL. Nur der Straubinger Justin Scott (10,57 km/h) war noch rasanter auf den Kufen unterwegs.